VP Korosec ad Wiener Linien: Sicherheitslücken bedeuten Lebensgefahr für Senioren!

Dienstvorschriften auf dem Papier nutzen wenig - sie müssen auch umgesetzt werden

Wien (OTS) - Jedes Jahr ereignen sich in Wien schwere Unfälle mit öffentlichen Verkehrsmitteln, bei denen ältere Menschen gefährlich verletzt werden. Obwohl den Wiener Linien seit Jahren bekannt ist, dass Senioren beim Betreten oder Verlassen von Bus, Bim oder U-Bahn ein 25-mal höheres Verletzungsrisiko als jüngere Fahrgäste haben, wird der Faktor Sicherheit sträflich vernachlässigt, wie der aktuelle Bericht des Kontrollamtes belegt.

LAbg. Ingrid Korosec, Seniorensprecherin der Wiener ÖVP, ist empört über diesen Zustand. So wurde etwa im Zuge einer Überprüfung des Kontrollamtes festgestellt, dass eine erschreckend hohe Zahl der Fahrerinnen und Fahrer von Straßenbahnen kaum einen Blick in den vorhandenen Außenspiegel wirft, um sich zu vergewissern, dass keine Personen in den Türen eingeklemmt werden können.

Korosec: "Gerade ältere Fahrgäste, aber auch Personen mit vorübergehender Mobilitätseinschränkung, die etwa mit einem Gipsbein oder auf Krücken unterwegs sind, werden beim Ein- und Aussteigen aufgrund des Menschenandrangs mitunter übersehen. Hier muss Sicherheit stets oberste Priorität genießen, doch das geht nur, wenn diese Gefahr vom Fahrpersonal auch als solche erkannt wird."

Für Sicherheits-Check vor Fahrtantritt muss immer genügend Zeit sein

Äußerst mangelhaft ist außerdem der Sicherheits-Check im Zuge der sogenannten Wagenübernahme vor der ersten Inbetriebnahme der Busse und Straßenbahnen. So machten etwa bei einer stichprobenartigen Überprüfung durch das Kontrollamt für Straßenbahnen am Betriebsbahnhof Simmering nur zwei von 16 beobachteten Fahrern eine Fahrzeugübernahme mit Überprüfung. Teilweise kamen die Straßenbahnfahrer verspätet aus dem Expedit zu der ihnen zugeteilten Straßenbahn und fuhren gleich los, ohne irgendeinen Sicherheits-Check gemacht zu haben.

"Diese Tatsache halte ich für äußerst bedenklich. Sollten Fahrerinnen und Fahrer aufgrund von Überlastung regelmäßig ein Problem mit der Zeiteinteilung haben, um diese Überprüfungen ordnungsgemäß vor Fahrtbeginn durchführen zu können, dann verstehe ich nicht, wieso diese Tatsache noch nicht bis zur zuständigen Stadträtin Renate Brauner durchgedrungen ist. Es muss auf alle Fälle schleunigst etwas unternommen werden, denn ich sehe hier ein enormes Gefährdungspotential für die Sicherheit der Fahrgäste, speziell bei Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind", so die VP-Seniorensprecherin abschließend.

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