Hundstorfer zu IHS/WIFO: "Anhebung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters hat oberste Priorität"

Wien (OTS/BMASK) - "Die Vorschläge des IHS und WIFO, das tatsächliche Pensionsantrittsalter durch berufliche Rehabilitation anzuheben, bestätigen die Maßnahmen, die wir im Budgetbegleitgesetz getroffen haben" so Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Freitag. "Die Anhebung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters hat oberste Priorität", unterstrich der Minister und verwies in diesem Zusammenhang auf die vor kurzem beschlossenen gesetzlichen Maßnahmen - die verpflichtende Rehabilitation vor Pension, fit2work, die Gesundheitsstraße sowie die Verschärfung des Berufsschutzes - von denen eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung im Alter zu erwarten ist. "Auch bei der Langzeitversichertenregelung haben wir im Rahmen des verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutzes zur Anhebung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters beigetragen. Der Rat des IHS, auf skandinavische Vorbilder zu setzen, kommt zu spät. Das Arbeits-und Gesundheitsgesetz, das die skandinavische Handschrift trägt und auf österreichische Gegebenheiten zugeschnitten wurde, ist längst beschlossen", so Hundstorfer. ******

Die Maßnahmen im Budgetbegleitgesetz seien ein wichtiger Schritt gewesen, um Menschen länger gesund im Erwerbsleben zu halten. Nun gelte es weitere Schritte zu setzen: "Zur Zeit tagt im Sozialministerium eine Arbeitsgruppe der Sozialpartner, um Möglichkeiten für Anreizsysteme zu einem längeren Verbleib im Arbeitsleben zu finden. Auch in diesen Gesprächen setzen wir auf den skandinavischen Weg", so der Sozialminister.

Zur Aufteilung des durch die Pensionskommission im Langfristgutachten festgestellten Mehraufwandes in die fünf Parameter - Beitragssatz, tatsächliches Pensionsantrittsalter, Pensionsanpassung, Kontoprozentsatz und Bundesmittel - hält Sozialminister Rudolf Hundstorfer fest: "Die Pensionskommission muss aufgrund gesetzlicher Grundlagen Empfehlungen an das zuständige Sozialministerium richten, nichtsdestotrotz ist der maßgebliche Hebel zur nachhaltigen Sicherung der Pensionen das tatsächliche Pensionsantrittsalter. Bis 2025 müssen wir eineinhalb Jahre "älter" werden, dann sind die Pensionen gesichert", schloss Hundstorfer. (Schluss)

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