Neues Volksblatt: "Aufschwung" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 17. Februar 2011

Linz (OTS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat ja gesehen, wie es der Unterrichtsministerin ergangen ist, als sie über die Köpfe der Betroffenen hinweg ihre Vorstellungen durchsetzen wollte. Warum er es jetzt mit der Heeresreform genauso stur und patschert versucht, ist sein Geheimnis. Erreicht hat er nichts - außer Prügel von allen Seiten, sogar von den eigenen Genossen; was sich nach Bekanntwerden der Schließungspläne für die Kasernen noch verstärken dürfte. Der Sturm der Entrüstung braut sich gerade zusammen; quer durch Österreich und quer durch die Parteien.
Natürlich kann nicht alles bleiben, wie es ist. Reformen sind notwendig, in allen Bereichen, von der Bildung über die Spitäler bis zum Bundesheer. Nur: "Weg mit der Wehrpflicht!" und "Weg mit den Kasernen!" ist verdammt wenig für eine Heeresreform. Das ist keine Reform, das ist ein Murks. Ein Murks in einem Bereich, in dem es um die Sicherheit des Landes und das soziale Netz geht.
Und es geht um die Bundesregierung, die im Jahr eins nach der Krise mehr zu tun hätte als das von Darabos und Co. inszenierte Chaos rund um Bundesheer, Zivildienst und Neutralität zu verwalten.
Die Krise ist vorbei, heißt es. Wir sollten aufpassen, dass wir den Aufschwung nicht zerstreiten.

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