Gaßner zu Grillitsch: Erinnern Sie sich - Herkunftskennzeichnung für Fleisch wurde im Dezember von den EU-Fachministern beschlossen

Wien (OTS/SK) - Gesundheitsminister Alois Stöger hat sich seit seinem Amtsantritt auf EU-Ebene massiv für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Fleisch eingesetzt - und durchgesetzt. Unter Schwarz-Blau-Orange lautete die österreichische Position hier:
alles freiwillig, keine Verpflichtung. Das stellt SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kurt Gaßner zu den heutigen Vorwürfen des Bauernbunds klar. "Bevor Grillitsch eine Herkunftskennzeichnung für Fleisch fordert, soll er in seinem Gedächtnis kramen - ihm wird sicherlich einfallen, dass im vergangenen Dezember unter anderem die verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Fleisch von den EU-Gesundheitsministern beschlossen wurde. Jetzt ist das EU-Parlament am Zug", so Gaßner am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Der SPÖ-Landwirtschaftssprecher schlägt vor: "Die Bauernvertreter sollten sich nun eher bemühen, die Mehrheit der konservativen Abgeordneten im EU-Parlament davon zu überzeugen, damit diese den genannten Beschluss nicht mehr aufweichen. Dem Bedürfnis der Konsumenten nach Information haben die EU-Gesundheitsminister in ihrem Wirkungsbereich Rechnung getragen." Für die Verbraucherinformationsverordnung engagiere sich der Minister massiv. Auch eine verpflichtende Nährwerttabelle auf allen verpackten Lebensmitteln, eine Kennzeichnung von Allergenen auch in der Gastronomie und eine Mindestschriftgröße auf allen Lebensmitteletiketten konnte Stöger durchsetzen. Lebensmittelimitate sollen in Zukunft klarer erkennbar sein. All das müsse jetzt aber noch durchs - mehrheitlich konservative - EU-Parlament.

"Wir werden sehen, wer hier die besseren Konsumentenschützer sind. Ich schätze die, die handeln, jedenfalls mehr als die, die reden und anschwärzen", so Gaßner. "Lebensmittelsicherheit und umfassende Konsumenteninformation sind wichtige Ziele der Politik des Gesundheitsministers. Hier nach Defiziten zu suchen, ist absolut nicht nachvollziehbar", kritisiert der SPÖ-Landwirtschaftssprecher. Die im Dezember vom Gesundheitsministerrat beschlossenen Punkte stehen auch auf der Lebensmittelcharta des Ministers. Ziel ist es jetzt noch, in Österreich ein verlässliches, zukunftsorientiertes Gütezeichengesetz zu erwirken und ein staatliches Gütezeichen "gentechnikfrei" einzuführen.

Weiters rät Gaßner Grillitsch, die Funktionen der Regierungsmitglieder zu lernen: "Alois Stöger ist Gesundheits-, und nicht, wie in der Aussendung behauptet, Konsumentenschutzminister." (Schluss) bj/mp

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