VP-Gerstl: Die Wiener Linien hatten viele Schutzengel...

...aber auf Dauer reicht das nicht

Wien (OTS) - Als Bestätigung für bisherige Kritik an Sicherheitsstandards in den Wiener Linien wertet der Verkehrssprecher der ÖVP-Wien, Stadtrat Wolfgang Gerstl den nun vorgelegten Prüfbericht des Kontrollamt. "Der von der ÖVP initiierte Prüfauftrag beweist, dass die Wiener Linien und die vielen Passagiere in den letzten Jahren viele Schutzengel gehabt haben. In Anbetracht der Defizite hätte weitaus mehr passieren können", so der VP-Wien Stadtrat dazu.

Gerstl fordert nun Konsequenzen in personeller und organisatorischer Sicht. "Jene, die im Vorstand Verantwortung für die Sicherheitsstandards getragen haben müssen entlassen werden", fordert er. Die Ablauforganisation innerhalb der Wiener Linien muss seiner Einschätzung nach auf vollkommen neue Beine gestellt werden. "Das Sicherheitsmanagement der Wiener Linien krankt an allen Ecken und Enden. Es muss vollkommen neu organisiert werden. So kann es auf jeden Fall nicht mehr weitergehen", erklärt er dazu.

Gerstl verweist unter anderem auf die Mängel beim Brandschutz. "Die Fahrer haben keine klaren Vorgaben wie sie sich im Brandfall zu verhalten haben. In einer solchen Situation, in der es um Sekunden geht, kann das fatale Auswirkungen haben", meint er dazu.

Die Probleme und die damit verbundenen Schlampereien mit den Türen der alten U-Bahn Garnituren wurden durch den Kontrollamtsbericht bestätigt. "Im Rahmen von Tests durch das Kontrollamt hat ein Drittel der U-Bahn Türen versagt. Das ist ein geradezu erschreckender Wert", konstatiert Gerstl.

Mängel bei den Bremssystemen Straßenbahnen wurden durch den Bericht ebenfalls zu Tage gefördert. "Wenn, wie der Bericht beweist bei im Einsatz befindlichen Straßenbahnen die Bremssysteme nicht oder nicht einwandfrei funktionieren dann ist Feuer am Dach", hält er dazu fest.

Die zuständige Stadträtin und Vizebürgermeisterin Renate Brauner fordert Gerstl nun auf umgehend ein Sicherheitspaket für die Wiener Linien zu erarbeiten und anzuwenden. "Im Gegensatz zu dem präsentierten Placebo-Paket mit einigen Pickerln muss dieses Paket handfeste Maßnahmen enthalten", erklärt der ÖVP-Wien Stadtrat.

Und Gerstl abschließend: "Stoßgebete und Schutzengel sind auf Dauer zu wenig! Die stiefmütterliche Behandlung des Themas Sicherheit bei den Wiener Linien muss endlich ein Ende haben! Wiens Passagiere verdienen sich sichere Öffis!"

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