Blecha: Dienstgeber für Frühpensionierungen hauptverantwortlich

Finanzieren sogar Nachkauf von Pensionszeiten

Wien (OTS/SK) - "Nein, die Frühpensionisten sind keine
'Obezahrer', die dem Staat auf der Tasche liegen. Vielmehr wird der Großteil von den Dienstgebern in die Pension gedrängt oder gar rausgeschmissen, vielfach mit Golden-Handshake-Programmen verabschiedet. Der öffentliche Sektor liefert immer wieder Beispiele. Und es gibt Firmen, die ihren Beschäftigen den Nachkauf von Pensionszeiten finanzieren, damit die Voraussetzungen für die Hacklerregelung erfüllt werden können", empört sich Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha bei der heutigen Vorstands-Sitzung der größten Seniorenorganisation in Wien. ****

Blecha: "Die Angleichung des tatsächlichen an das gesetzliche Pensionsalter hat höchste Priorität. Daher brauchen wir altersgerechte Arbeitsplätze. Es wird doch niemand glauben, dass 840 Euro Invaliditäts-Pension das Paradies sind?!" Und weiter: "Bei den Frühpensionierungen muss auch die Wirtschaft in die Pflicht genommen werden, die nicht so tun kann, als würde sie das nichts angehen." Der PVÖ-Präsident fordert daher die Wirtschaft auf, sich auch an den Kosten für die wichtigen Programme "fit2work" und die Gesundheitsstraße zu beteiligen. Blecha: "Alle reden davon, dass die Menschen länger arbeiten sollen. Aber dafür müssen auch die Unternehmer ihren Beitrag leisten!"

Der PVÖ-Präsident verwies auf die Erfolge in den skandinavischen Ländern, wo ältere Arbeitnehmer einen besonderen Kündigungsschutz unterliegen, wo altersgerechte Arbeitsplätze verpflichtend sind und auch in den Betrieben vorsorglich etwas dafür getan wird, dass die Menschen länger im Betrieb arbeiten können. "Auch gibt es Pönalisierungen für jene Wirtschaftstreibende, die ältere Menschen rausschmeißen", erläuterte Blecha. Er verwies auch auf das kommende Ansteigen der Pensionszahlen durch die Babyboomer-Generation und das dazugehörende Wehklagen der Wirtschaft, dass es zu wenige Arbeitskräfte gibt. "Zuerst die Leute in die Pension abschieben und dann jammern, dass es keine Mitarbeiter gibt, ist kein Zukunftsrezept. Daher ist jetzt die große Chance, den älteren Mitarbeitern jenen Stellenwert und jene Wertschätzung entgegenzubringen, die notwendig sind, um das tatsächliche Pensionsantrittsalter spürbar anzuheben", so Blecha. (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis: Andy Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Tel: 0664/48 36 138

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0004