• 16.02.2011, 12:53:45
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Blecha: Dienstgeber für Frühpensionierungen hauptverantwortlich

Finanzieren sogar Nachkauf von Pensionszeiten

Wien (OTS/SK) - "Nein, die Frühpensionisten sind keine
'Obezahrer', die dem Staat auf der Tasche liegen. Vielmehr wird der
Großteil von den Dienstgebern in die Pension gedrängt oder gar
rausgeschmissen, vielfach mit Golden-Handshake-Programmen
verabschiedet. Der öffentliche Sektor liefert immer wieder Beispiele.
Und es gibt Firmen, die ihren Beschäftigen den Nachkauf von
Pensionszeiten finanzieren, damit die Voraussetzungen für die
Hacklerregelung erfüllt werden können", empört sich
Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha bei der heutigen
Vorstands-Sitzung der größten Seniorenorganisation in Wien. ****

Blecha: "Die Angleichung des tatsächlichen an das gesetzliche
Pensionsalter hat höchste Priorität. Daher brauchen wir
altersgerechte Arbeitsplätze. Es wird doch niemand glauben, dass 840
Euro Invaliditäts-Pension das Paradies sind?!" Und weiter: "Bei den
Frühpensionierungen muss auch die Wirtschaft in die Pflicht genommen
werden, die nicht so tun kann, als würde sie das nichts angehen." Der
PVÖ-Präsident fordert daher die Wirtschaft auf, sich auch an den
Kosten für die wichtigen Programme "fit2work" und die
Gesundheitsstraße zu beteiligen. Blecha: "Alle reden davon, dass die
Menschen länger arbeiten sollen. Aber dafür müssen auch die
Unternehmer ihren Beitrag leisten!"

Der PVÖ-Präsident verwies auf die Erfolge in den skandinavischen
Ländern, wo ältere Arbeitnehmer einen besonderen Kündigungsschutz
unterliegen, wo altersgerechte Arbeitsplätze verpflichtend sind und
auch in den Betrieben vorsorglich etwas dafür getan wird, dass die
Menschen länger im Betrieb arbeiten können. "Auch gibt es
Pönalisierungen für jene Wirtschaftstreibende, die ältere Menschen
rausschmeißen", erläuterte Blecha. Er verwies auch auf das kommende
Ansteigen der Pensionszahlen durch die Babyboomer-Generation und das
dazugehörende Wehklagen der Wirtschaft, dass es zu wenige
Arbeitskräfte gibt. "Zuerst die Leute in die Pension abschieben und
dann jammern, dass es keine Mitarbeiter gibt, ist kein
Zukunftsrezept. Daher ist jetzt die große Chance, den älteren
Mitarbeitern jenen Stellenwert und jene Wertschätzung
entgegenzubringen, die notwendig sind, um das tatsächliche
Pensionsantrittsalter spürbar anzuheben", so Blecha. (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis: Andy Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs,
Tel: 0664/48 36 138

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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