VP Praniess-Kastner ad Wiener Linien: Blinde und sehbehinderte Menschen haben ein Recht auf barrierefreie Nutzung der Öffis!

Regelung für Begleitpersonen sowie Mitnahme von Blindenführhunden muss zügig überarbeitet werden

Wien (OTS) - Es gebe noch erhebliches Verbesserungspotential, um blinden und sehbehinderten Menschen die barrierefreie Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in Wien zu ermöglichen, erklärt die Sprecherin für Menschen mit Behinderung der ÖVP Wien, Karin Praniess-Kastner, nach der heutigen Veröffentlichung des Kontrollamtsberichtes zur Tarifgestaltung der Wiener Linien.

Konkret kritisiert das Kontrollamt die Regelungen für die Mitnahme einer Begleitperson für blinde oder sehschwache Personen sowie die Kosten für die Mitnahme eines Blindenführhundes. Derzeit wird die Begleitmöglichkeit durch den Tarif einer übertragbaren Monatskarte abgegolten, aber in der Realität gilt diese Ermäßigung nur, wenn die Begleitperson mit der blinden Person unterwegs ist. Wird beispielsweise eine blinde Person zu einer Abendveranstaltung begleitet, so ist die ermäßigte Karte für die Begleitperson nur bei der gemeinsamen Hinfahrt gültig. Fährt die Begleitperson alleine nach Hause, muss eine normale Fahrkarte gekauft werden. "Zumindest während der Rückfahrt sollten für die Begleitperson die Vorteile der übertragbaren Monatskarte gewährt werden", fordert die VP-Behindertensprecherin.

Mitnahme von Blindenführhunden muss in jedem Fall kostenfrei möglich sein

Der Forderung des Kontrollamtes, blinden Personen künftig generell die freie Mitnahme von Blindenführhunden bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu gestatten, könne sie sich zur Gänze anschließen, betont Praniess-Kastner. Dass blinde Menschen derzeit nur mit einer Jahreskarte ihren Blindenführhund kostenlos mitnehmen dürfen und in allen anderen Fällen zusätzlich der entsprechende Halbpreistarif für den Hund bezahlt werden muss, sei absolut nicht nachvollziehbar. "Die Wiener Linien sollten sich umgehend mit den Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenverbände zusammensetzen und an einer Lösung des Problems arbeiten, denn dieser Fehler in den Tarifbestimmungen wurde nicht erst vom Kontrollamt aufgedeckt, sondern besteht bereits seit langer Zeit und muss endlich korrigiert werden", fordert die Sprecherin für Menschen mit Behinderung der ÖVP Wien.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0002