NEWS exklusiv: Betrugsverdacht bei Klagenfurter Parkraumüberwachung

Kontrollamtsbericht hat "gravierend erscheinende Unregelmäßigkeiten" entdeckt - Firma und Ex-Chef weisen sich Schuld zu.

Wien (OTS) - Das Klagenfurter Kontrollamt hat die Abrechnung der ausgelagerten Parkraumüberwachung der Kärntner Landeshauptstadt überprüft und "gravierend erscheinende Unregelmäßigkeiten" entdeckt, berichtet das Nachrichtenmagazin NEWS exklusiv in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Der NEWS vorliegende Prüfbericht beleuchtet den Zeitraum von 2007 bis 2009, wobei "in keinem der geprüften Monate konnte eine gänzliche Übereinstimmung zwischen bezahlten und tatsächlich geleisteten Stunden festgestellt werden".

Die von NEWS mit den Vorwürfen konfrontierte Security-Firma "G4S", gab an, den Bericht noch nicht zu kennen, aber eng mit den Behörden und der Stadt zusammen zu arbeiten, um "alles restlos aufzuklären", so G4S-Vorstand Harald Neumann. Neumann erklärte, dass das damalige regionale Management der G4S in Kärnten die Verantwortung für die Abrechnung trage. "Wir haben das frühere Management betreffend auch eine Sachverhaltsdarstellung bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft eingebracht", so Neumann.

Der frühere Regionalmanager der 4GS, Christian Kahle, der seit Ende 2009 seine eigene Security-Firma "Leon" in Kärnten betreibt, wurde von NEWS ebenfalls mit den Vorwürfen konfrontiert. Kahle beruft sich gegenüber NEWS darauf, dass die Fakturierung immer in Wien geschehen sei. "Sollte es zu Betrügereien gekommen sein, habe ich davon nichts mitbekommen", so Kahle gegenüber NEWS.

Der Kontrollamtsbericht könnte weitreichende Folgen haben. Beide Security-Firmen, sowohl G4S als auch Leon sind Auftragnehmer der Stadt Klagenfurt; G4S für die Parkraumüberwachung, Leon für das umstrittene "Ordnungsamt". Das auf Probe eingeführte Ordnungsamt wird von Polizeivertretern in NEWS als "unnötige Konkurrenz zur Polizei" kritisiert, soll aber durch eine Änderung des Kärntner Sicherheitspolizeigesetzes weitrechende Rechte erhalten. Der Grün-Gemeinderat Matthias Köchl warnt jetzt gegenüber NEWS, dass man "nicht den Bock zum Gärtner macht" und fordert eine lückenlose Aufklärung, ob Betrug passiert sei und wer daran Schuld trage.

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