Wiener Linien: Lob und Tadel vom Kontrollamt

Positives wird fortgeführt, Empfehlungen werden umgesetzt

Wien (OTS) - Gute Bewertungen und manche Verbesserungsvorschläge bringen einige aktuelle Kontrollamtsberichte für die Wiener Linien. Während der Umgang mit sensiblen Krankendaten der Angestellten und die Tarifgestaltung grundsätzlich positiv beurteilt werden, erkennt das Kontrollamt beim Bauzustand einiger Straßenbahnremisen, der Abwicklung komplexer Bauvorhaben und in Abrechnungsfragen Verbesserungspotenziale. Die Wiener Linien werden die gut bewerteten Punkte fortführen sowie die ergangenen Empfehlungen des Kontrollamtes umsetzen.

Nach der Datenschutzkommission bescheinigt nun auch das Kontrollamt in einem aktuellen Bericht, dass die Wiener Linien mit Krankendaten ihrer MitarbeiterInnen sehr sensibel umgehen. Auch ein vor wenigen Tagen in Bezug auf den Umgang mit Krankendaten ergangenes Urteil des Obersten Gerichtshofs kommt zu dem Schluss, dass die Wiener Linien in diesem Bereich sehr umsichtig agieren. Ein weiterer aktueller Kontrollamtsbericht befasst sich mit den Tarifen der Wiener Linien. Die Preisgestaltung wird als "günstig" beurteilt, die Tarife sind im internationalen Vergleich sehr niedrig. Die trotz der guten Gesamtbewertung aufgezeigten Verbesserungspotenziale werden in die aktuell tagende Arbeitsgruppe zur Neugestaltung der Tarife Eingang finden.

Kritisch beurteilt das Kontrollamt den baulichen Zustand einiger Straßenbahnremisen. In vielen Fällen werden kleinere Schäden wie Verputzmängel, Feuchtigkeitsschäden oder fehlende Wandfarbe moniert -vieles davon wurde mittlerweile beseitigt bzw. in den nächsten Monaten erneuert. Die Beseitigung von gröberen Mängeln wird, der Empfehlung des Kontrollamts folgend, in das aktuelle Erneuerungsprogramm für die Straßenbahnremisen, "ULF 2020", integriert. Dabei werden, wie das Kontrollamt empfiehlt, Wirtschaftlichkeit und Denkmalschutzvorgaben im Vordergrund stehen. In einem weiteren Bericht bemängelt das Kontrollamt die Organisation und Ausführung rund um die Schaffung eines selbstständigen Gleiskörpers für die Straßenbahnlinie 26 in der Donaustädter Straße. Auch hier haben die Wiener Linien bereits gehandelt, die Situation vor Ort wie vom Kontrollamt empfohlen verbessert und für zukünftige, komplexere Bauvorhaben Vorsorge getroffen. Weiters hat das Kontrollamt bei einem 50-Mio.-Projekt im Rahmen des U-Bahn-Baus Abrechnungsfehler von 10.000 Euro (0,2 Promille des Projektvolumens) ausgemacht. Die Wiener Linien werden ihre Planungen in diesem Bereich noch einmal verfeinern.

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