VGT-Aktion vor Landwirtschaftsministerium: Minister Berlakovich im Kastenstand

Eine in Originaldimensionen nachgebaute FAT-Bucht aus der Schweiz, die dort statt Kastenständen mit Erfolg eingesetzt wird, stand vor dem Ministerium und am Stefansplatz

Wien (OTS) - Mit der Drohung, den Verfassungsgerichtshof
anzurufen, brachte die Volksanwaltschaft das dafür zuständige Gesundheitsministerium dazu, eine neue Schweineverordnung zu entwerfen, die Kastenstände verbieten soll.

Das Landwirtschaftsministerium aber ist dagegen und wünscht sich die Beibehaltung von Kastenständen, weil es keine Alternative gäbe. Um diese Alternative originalgetreu zu zeigen, wie sie in zahlreichen anderen Ländern, insbesondere der Schweiz, aber in abgewandelter Form auch in England und Schweden, benutzt wird, baute der VGT heute vor dem Landwirtschaftsministerium und am Stefansplatz in Wien eine sogenannte FAT-Bucht auf. Darin hat das Mutterschwein einen mit Stroh eingestreuten Liege- und einen mit Spalten versehenen eigenen Kotplatz und kann herumgehen. Für die Ferkel gibt es einen abgetrennten Bereich mit Stroh und Wärmelampe, den nur sie betreten aber auch wieder verlassen können.

Neben dieser FAT-Bucht war bei der heutigen VGT-Aktion auch ein Kastenstand aufgebaut, in den eine Person mit Maske des Landwirtschaftsministers Berlakovich eingesperrt wurde. Größer konnte der Gegensatz nicht sein: hier ein körpergroßer Gitterkäfig nach Wunsch des Landwirtschaftsministers, dort die tiergerechtere FAT-Bucht, in der das Muttertier auch ein Nest bauen kann.
In einer OTS-Aussendung der Landwirtschaftskammer wird ein runder Tisch zwischen Politik und VertreterInnen sowohl der Landwirtschaft als auch des Tierschutzes gefordert. Dieser Forderung schließt sich der VGT an. Bisher sei der Tierschutz vom Gesundheitsministerium aus dieser Diskussion unverständlicher Weise ausgeschlossen worden. VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: "Die FAT-Bucht oder äquivalente Ferkelbuchten sind in jeder Hinsicht besser als die Sauenkäfige oder Kastenstände. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, endlich diese Umstellung zu vollziehen, wie das bereits in anderen Ländern Praxis ist. Wir fordern das Gesundheitsministerium auf, sich mit den VertreterInnen des Tierschutzes an einen Tisch zu setzen und gemeinsam einen Weg zu finden, der zukunftsweisend ist!"

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