• 16.02.2011, 10:50:24
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vida/GPA-djp: Nein zur Nulllohnrunde bei den privaten Rettungsdiensten in Wien

ArbeitnehmerInnen votierten bei gestriger Betriebsversammlung für Kampfmaßnahmen

Wien (OTS/vida/GPA-djp/ÖGB) - "Nein zu einer Nulllohnrunde, ja zu
Kampfmaßnahmen, falls auch die nächste Verhandlungsrunde scheitert."
So lässt sich das Ergebnis der gestrigen gemeinsamen
Betriebsversammlung der Beschäftigten aus dem privaten Rettungsdienst
in Wien zusammenfassen. An der von den Gewerkschaften vida und
GPA-djp organisierten Betriebsversammlung im ÖGB- und
Gewerkschaftshaus Catamaran am Handelskai nahmen mehr als hundert
Beschäftigte teil. ++++

Zur Vorgeschichte: Nach drei intensiven Verhandlungsrunden fehlt nach
wie vor ein Angebot des Wiener Roten Kreuzes für die Lohn- und
Gehaltserhöhung 2011 für den Bereich des Rettungsdienstes. "Deshalb
gibt es nach wie vor keinen Kollektivvertragsabschluss. Das betrifft
alle Beschäftigten beim Roten Kreuz in Wien, sowohl aus dem Bereich
des Rettungsdienstes als auch die ArbeitnehmerInnen in der mobilen
Pflege und Betreuung und im Verwaltungsbereich", berichtet
vida-Bundesfachgruppensekretär Rudolf Wagner.

Der Kollektivvertrag des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) wurde
vergangenes Jahr gesatzt - er gilt seit Jahresbeginn 2011 deshalb
auch für alle privaten Rettungs- und Krankentransportdienste.
"Deshalb sind von der Weigerung des Roten Kreuzes in Wien, die Löhne
und Gehälter zu erhöhen, neben den eigenen Beschäftigten auch die
ArbeitnehmerInnen beim Arbeiter-Samariter-Bund, beim Grünen Kreuz und
beim Sozial Medizinischen Dienst in Wien betroffen", fügt Eva Scherz
von der GPA-djp hinzu.

Dienst am Menschen beschert Reallohnverlust

Wilhelm Zeichmann, BR-Vorsitzender der Arbeiter beim
Arbeiter-Samariter-Bund, brachte den Unmut der Belegschaften über die
bislang ergebnislose KV-Runde auf den Punkt. "Für vieles Unnötige
gibt es Geld. Aber ausgerechnet für die Beschäftigten, die tagtäglich
die kranken Menschen transportieren, ist kein Geld da. Dagegen
sollten wir etwas unternehmen." Heinz Klanfer,
Betriebsratsvorsitzender für den Rettungsdienst beim Wiener Roten
Kreuz, wies darauf hin, dass allein die Teuerung im vergangenen Jahr
1,8 Prozent betragen habe und diese in jedem Fall abgegolten werden
müsse. "Wenn ich beim Wirt ein Schnitzel bestelle, kann ich auch
nicht sagen, ich zahle weniger, weil ich vom Arbeitgeber so wenig
bekomme. Auch die Miete und Gas und Strom sind teurer geworden. Wir
sind bereit, ein Zeichen zu setzen, damit die Arbeitgeber verstehen,
dass unsere Geduld ein Ende hat", so Klanfer.

Arbeitgeber haben Chance, noch einzulenken

Die nächste Verhandlungsrunde mit dem ÖRK findet am 3. März 2011
statt. "Wir erwarten hier ein faires Angebot der Arbeitgeber. Die
Beschäftigten im Rettungsdienst und in Pflege und Betreuung sind Tag
und Nacht im Einsatz für das Wohl der Menschen. Diese Leistung gibt
es nicht zum Nulltarif", fassten Wagner und Scherz die
Diskussionsbeiträge bei der Betriebsversammlung zusammen. Bleibt die
KV-Runde ergebnislos, sollen erste Kampfmaßnahmen stattfinden,
beschlossen die Beschäftigten bei der Betriebsversammlung.

Rückfragehinweis:

vida-Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Martina Fassler
   Tel: 0664/614 57 32
   E-Mail: martina.fassler@vida.at
   www.vida.at
   
   GPA-djp-Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Martin Panholzer
   Tel.: 05 0301 - 61511
   E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at
   www.gpa-djp.at

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