Bienensterben: BZÖ-Huber: Berlakovich negiert eigene Forschungsergebnisse

"In einigen Bundesländern kommt es noch immer zur Ausbringung von mit Saatgutbeizmitteln behandeltem Mais-Saatgut"

Wien (OTS) - "Landwirtschaftsminister Berlakovich wurde im
gestrigen Landwirtschaftsausschuss vom BZÖ aufgefordert, die für Bienen gefährliche Saatgutbeizmittel (Neonicotinoide) zu verbieten. Dieses Anliegen wurde aber von SPÖ und ÖVP abgelehnt", empörte sich heute BZÖ-Landwirtschaftssprecher Abg. Gerhard Huber. "Der Minister negiert die Ergebnisse seiner eigenen Studie", so Huber weiter.

"Aus dem im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums durchgeführten Projektes "Melissa" der AGES geht hervor, dass Bienen grundsätzlich gefährdet sind, wenn dieses Mittel in ihrer Nähe aufgebracht wird. Andere EU-Länder, wie etwa Italien haben hier die "Reißleine" gezogen und das Mittel verboten. Berlakovich scheinen seine eigenen Forschungsergebnisse nicht zu interessieren", kritisierte Huber.

"In einigen Bundesländern kommt es noch immer zur Ausbringung von mit Saatgutbeizmitteln behandeltem Mais-Saatgut. Im Rahmen des AGES-Projektes wurde der klare Nachweis erbracht, dass diese Beizmittel die Ursache für das Bienensterben sind. Damit wurden langjährige Beobachtungen der europäischen Imker bestätigt. Insgesamt kamen 2009 osterreichweit 618 Bienenvölker zu Schaden", erklärte Huber.

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