Alles andere wäre ein Diktat (von Ralf Mosser)

Ausgabe 16. Feb. 2011

Klagenfurt (OTS) - In der Ortstafelfrage gingen gestern wieder einmal die Wogen hoch. Der Anlass: das Angebot der Volksgruppe, die sich insgesamt 273 zweisprachige Ortstafeln wünscht. Landeshauptmann Gerhard Dörfler war "empört". Warum eigentlich? FPK-Chef Uwe Scheuch und er haben am 29. Jänner ihre Vorschläge zur Lösung der Ortstafelfrage auf den Tisch gelegt. Gestern folgten jene der Volksgruppen. Dass die beiden Positionen weit auseinanderliegen, ist bei vernünftiger Betrachtung keine Überraschung. Jetzt sollte man allerdings nicht dem anderen ausrichten, was geht und was nicht geht, sondern sich gemeinsam an einen Tisch setzen und einen tragbaren Kompromiss suchen, mit dem beide Seiten und vor allem die Kärntner Bevölkerung leben können. So sollte es laufen, wenn zwei gleichberechtigte Partner miteinander verhandeln und wenn man ehrlich und aufrichtig daran interessiert ist, das Problem aus der Welt zu schaffen. Alles andere wäre keine Lösung, sondern ein Diktat.

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
redaktion@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001