Kärntner Ortstafeln: Ostermayer zum Vorschlag der Volksgruppenvertreter

"Unser aller Ziel muss es sein, das Thema auf breiter Basis zu lösen"

Wien (OTS) - "Ich habe im November die Eckpunkte, die ich nach zahlreichen Gesprächen und auf breiter Basis erzielen konnte, bekanntgegeben und drei Monate lang haben mir die Volksgruppenvertreter nicht widersprochen. Daher kann ich nicht verhehlen, dass ich nun über den Sprecher der drei Volksgruppenorganisationen, Rats-Obmann Valentin Inzko, enttäuscht bin, zumal er sich bislang am wenigsten präzise geäußert hat", erklärte Staatssekretär Dr. Josef Ostermayer.

Für Marjan Sturm, Obmann des Zentralverbandes der slowenischen Organisationen Kärntens und Bernard Sadovnik, Obmann der Gemeinschaft der Kärntner Sloweninnen und Slowenen stehe außer Frage, dass sie an einer endgültigen Lösung interessiert seien, diese jedoch nur am Verhandlungstisch erzielt werden könne. In diesem Zusammenhang sei auch die übermittelte Liste lediglich als Maximalauflistung anzusehen und von den Volksgruppenvertretern selbst bereits relativiert worden, so Ostermayer.

Das am Montag von den Volksgruppenvertretern übermittelte Papier zu jenen Ortschaften, die zweisprachige Ortstafeln erhalten sollen, entspreche in keiner Weise jenem Verhandlungsstand, der bei der letzten - sehr konstruktiven - Verhandlungsrunde Anfang Februar dieses Jahres in Klagenfurt erzielt wurde, konstatierte der Staatssekretär.

Er werde seine Gespräche, wie bisher auch, ruhig und konstruktiv fortsetzen und gehe davon aus, dass eine Lösung der Ortstafel-Frage noch im heurigen Jahr erzielt werden könne. Damit würde auch dem Wunsch von Bundeskanzler Werner Faymann, eine Lösung bis 2012 herbeizuführen, sowie dem Bedürfnis der Menschen nach einer breiten und baldigen Lösung entsprochen, erklärte Ostermayer.

Zur Zeit werde gerade ein Termin für die nächste Verhandlungsrunde -innerhalb der kommenden zwei bis drei Wochen - koordiniert, zu der Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Staatssekretär Ostermayer auch die Volksgruppenvertreter sowie die Bürgermeister der betroffenen Ortschaften einladen werden.

"Unser aller Ziel muss es sein, dieses Thema in möglichst breiter Form und durch Einbindung aller Betroffenen gemeinsam zu lösen", so Ostermayer abschließend.

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