Was kostet die (Um)Welt?

Was Green Economy zu Armutsminderung beitragen kann, diskutieren internationale ExpertInnen von 16. bis 18. Februar auf der 16. Poverty Environment Partnership-Tagung in Wien.

Wien (OTS) - Insekten erbringen jährlich 110 Milliarden Euro an Bestäubungsleistungen. Die Korallenriffe erwirtschaften pro Jahr 127 Milliarden Euro, rechnet die Studie "Die Ökonomie von Ökosystemen und Biodiversität" vor. Der Verlust der Artenvielfalt und die Zerstörung von Ökosystemen werden insbesondere Entwicklungsländer treffen, darüber sind sich die ExpertInnen einig. Mangelnder Umweltschutz verursache nicht nur wirtschaftliche Verluste für Unternehmen und Industriestaaten, sondern auch die fortschreitende Verarmung der Bevölkerung in Entwicklungsländern.

Von 16. bis 18. Februar 2011 diskutieren rund 80 internationale ExpertInnen in Wien den Mehrwert von Green Economy für Armutsminderung. Beim 16. Treffen des "Poverty and Environment Partnership" (PEP) in der Diplomatischen Akademie geht es darum herauszufinden, wie nationale Politiken aktiv zu grüner, menschen-und umweltfreundlicher Wirtschaft beitragen und die Millenniums-Entwicklungsziele zur Reduktion der weltweiten Armut erreicht werden können. Anhand von Green Economy-Beispielen aus Kenia, Indonesien oder Moldau wird gezeigt, wie Green Economy in der Praxis bereits funktioniert.

Green Economy wird auch für die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit immer wichtiger; der 2009 verabschiedete Strategische Leitfaden Umwelt und Entwicklung der österreichischen Entwicklungspolitik enthält dazu eine Reihe von Zielen und Aktivitäten. "Umweltschutz ist neben Armutsminderung und Friedenssicherung eines der drei großen Ziele der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit", betont Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. "Energieeffizienz, ökologische Landwirtschaft oder saubere Produktion sind nur drei wichtige Themen unseres Engagements in diesem Bereich", so Öppinger-Walchshofer. Konkret fördert die ADA etwa über eine Wirtschaftspartnerschaft die Novella Afrika-Initiative von Unilever. Dabei geht es darum, den Allanblackia-Baum nachhaltig zu nutzen und für die BäuerInnen faire Abnahmepreise zu garantieren. Auch ein Beispiel, das im Rahmen des PEP Meetings präsentiert wird.

Die Ergebnisse der Tagung werden in die Vorbereitungen des Treffens über die Effektivität der Entwicklungszusammenarbeit in Busan (2011) und der Konferenz der Vereinten Nationen zu nachhaltiger Entwicklung RIO+20 (Earthsummit 2012) einfließen.

=Termintipp=

Als Rahmenprogramm zur PEP-Tagung veranstaltet die ADA im Rahmen der Reihe DialogEntwicklung eine Podiumsdiskussion zum Thema " Was kostet die (Um)Welt?". Joshua Bishop, Chef-Ökonom der Weltnaturschutzunion - International Union for Conservation of Nature (IUCN), und Haripriya Gundimeda, Professorin am Indian Institute of Technology Bombay, erklären, wie der wirtschaftliche Wert von Ökosystemen erhoben wird und was diese Berechnungen zu nachhaltiger Entwicklung betragen können.
Donnerstag, 17. Februar 2011, um 18.30 Uhr, in der Diplomatischen Akademie, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien.

=Poverty and Environment Partnership (PEP)=

PEP ist eine informelle Plattform bilateraler und multilateraler Geber, internationaler Nichtregierungsorganisationen und Forschungseinrichtungen. PEP versteht sich als Ideenfabrik, in der abseits politischer Positionierungen und internationaler Verhandlungen aktuelle Themen an der Schnittstelle von Umwelt und Armutsminderung diskutiert werden können. Die Plattform unterstützt die Entwicklung gemeinsamer Strategien, praktischer Ansätze und Methoden. Die Treffen von PEP finden jährlich statt, PEP 16 in Wien wird von der ADA in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungshilfeausschuss (DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) sowie mit Unterstützung des Lebensministeriums veranstaltet.
Internet: www.povertyenvironment.net

=Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit=

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Ost- und Südosteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Rückfragen & Kontakt:

Austrian Development Agency (ADA),
die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Information und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Manuela Gutenbrunner
Tel.: +43 (0)1 90399-2412
manuela.gutenbrunner@ada.gv.at
www.entwicklung.at

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