Grüne Wien zu Zeitungsverkäufer: Armut bekämpfen, nicht die Armen!

Wien (OTS) - Scharfe Kritik übt die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein, an der ÖVP-Forderung, den Zeitungsverkauf vor Supermärkten zu verbieten. "Mit einem solchen Verbot verschlimmert man die Situation von Menschen in Armut und von Obdachlosen, die sich durch den Verkauf von Zeitungen wie etwa dem "Augustin" ein kleines Zubrot verdienen. Nach den BettlerInnen folgen nun die Obdachlosen, wer wird von der ÖVP als nächstes bekämpft?" fragt Hebein.

Der Verkauf der Straßenzeitung "Augustin" hilft Menschen, die aus verschiedenen Gründen vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind (Obdachlosen, Langzeitarbeitslosen, AsylbewerberInnen u.a.), ihre Not zu lindern und ihren Ausbruch aus der Entmündigung zu fördern, so die Eigendefinition.

"Erst gestern haben in der Steiermark Supermarktketten wie Billa und Spar verlautbart, dass sie Betteln vor ihren Filialen weiter erlauben werden. Dieser Vorstoß ist äußerst begrüßenswert", so Hebein.

"Das Bettelverbot trifft die Falschen", betont Hebein. Denn es gebe noch immer keine Beweise für das Vorhandensein von mafiöisen Hintermännern und kriminellen Banden. Hingegen gibt es viele Strafen für Menschen, die aus Not betteln müssen. "Es ist menschenunwürdig, wenn statt der Armut die Armen bekämpft werden. Soziale Ungerechtigkeiten dürfen nicht verdrängt werden", so Hebein abschließend.

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