Das positive Finanzergebnis des Jahres 2010 bestätigt den Konsolidierungskurs der Krankenkassen

Der Schuldenberg liegt aber noch immer bei 570 Millionen Euro

Wien (OTS) - Besser als erwartet hat sich im vergangenen Jahr
die finanzielle Konsolidierung der Krankenversicherungsträger entwickelt. Nach den nun vorliegenden Februar-Zahlen haben die Krankenkassen bei einem Gesamtbudget von 14,6 Milliarden Euro im Jahr 2010 einen Gesamt-Überschuss von 280 Millionen Euro erzielt. Darin berücksichtigt sind die seitens der Bundesregierung zur Verfügung gestellten 100 Millionen Euro aus dem Kassen-Strukturfonds sowie die Auswirkungen der zwischen Hauptverband und Krankenkassen vereinbarten Finanzziele. "Damit ist klar, dass der seitens des Hauptverbandes und der Krankenkassen eingeschlagene Konsolidierungskurs richtig war und zu entsprechenden positiven finanziellen Ergebnissen geführt hat, ohne dass für die Versorgung der PatientenInnen weniger Geld zur Verfügung gestanden ist als bisher", kommentiert der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, das heute, Dienstag, veröffentlichte vorläufige Jahresergebnis für 2010.
Zur Erinnerung: Vor Beginn des Konsolidierungskurses hatten die Krankenkassen in ihren Budgetprognosen für das Jahr 2010 noch mit einem Gesamtminus von 376 Millionen Euro gerechnet, die neun Gebietskrankenkassen allein mit 417 Millionen Euro. Noch im Mai dieses Jahres waren die Krankenkassen für 2010 noch von einem Gesamtminus in Höhe von 12 Millionen Euro ausgegangen. Was den Vorsitzenden des Verbandsvorstandes im Hauptverband besonders freut, ist die Tatsache, dass mit Ausnahme der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft alle anderen 18 Krankenversicherungsträger im vergangenen Jahr ein positives Finanzergebnis erzielt haben. Ausschlaggebend dafür waren neben der konsequenten Befolgung des Konsolidierungszieles - so sind etwa die Ausgaben für Medikamente durch die konsequente Preispolitik des Hauptverbandes mit der Pharmawirtschaft und die verantwortungsvolle Verschreibepraxis der Ärzte im vergangenen Jahr nur um 1,2 Prozent gestiegen - auch die wider Erwarten gestiegenen Beitragseinnahmen. Der Vorsitzende des Hauptverbandes warnt allerdings die Politik davor, den - angesichts der tendenziell besser werdenden Finanzergebnisse - eingeleiteten Konsolidierungskurs abzuschwächen oder gar zu verlassen. Schelling. "Alle Krankenkassen zusammen sitzen immer noch auf einem Schuldenberg von rund 570 Millionen Euro". Ausserdem verweist Schelling darauf, dass die große Reform unter Einbeziehung der Länder und der Spitäler noch immer ausständig ist. Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

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