SPÖ-Bundesfrauen erinnern an Johanna Dohnal, Galionsfigur des österreichischen Feminismus

Gedenkveranstaltung mit Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek zum 72. Geburtstag der ersten österreichischen Frauenministerin

Wien (OTS/SK) - Am 14. Februar wäre Österreichs erste Frauenministerin und Galionsfigur des österreichischen Feminismus Johanna Dohnal 72 Jahre alt geworden. Mit einer Gedenkveranstaltung ehrten die SPÖ Bundesfrauen Montagabend die Sozialdemokratin, die Österreichs Frauenpolitik prägte wie keine andere. Zahlreich erschienene Gäste - darunter Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Verkehrsministerin Doris Bures - nahmen an dem umfassenden Programm teil, das mit Lesung, Ausstellung, Musik und Gesprächen die Erinnerung an Johanna Dohnal wieder aufleben ließ. Die Einleitung und Begrüßung erfolgte durch Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz, moderiert wurde die Veranstaltung von Journalistin Susi Riegler. ****

Johanna Dohnal, die 1990 zur ersten Frauenministerin berufen wurde, ist vielen wegen ihres Kampfgeistes und ihrer Kompromisslosigkeit auch heute noch ein großes Vorbild. Aufgewachsen in Wien als uneheliche Tochter, machte sich Dohnal ihr Leben lang für eine rechtliche Gleichstellung und bessere soziale Absicherung von Frauen stark. Als "durch und durch politische Frau" habe sich Dohnal stets auch für die berufliche Gleichbehandlung eingesetzt, erinnerte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Mit der im neuen Gleichbehandlungsgesetz verankerten Einkommenstransparenz sei man hier einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. "Es ist jedoch noch viel zu tun, bis die Forderung des ersten Frauentages von 1911 'Gleicher Lohn für gleiche Arbeit' tatsächlich umgesetzt ist. Das ist noch immer eine der wichtigsten Forderungen", betonte Heinisch-Hosek. Nach dem Vorbild der ersten Frauenministerin müsse man "mit Mut und Entschlossenheit" dafür eintreten, dass mehr Frauen in Führungsetagen aufsteigen, so Heinisch-Hosek.

Vorbild für Tausende Frauen

Auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Vizebürgermeisterin Renate Brauner nannten die ehemalige Frauenministerin als ihr persönliches Vorbild. "Johanna Dohnal ist Tausenden von Frauen in ganz Österreich auch heute noch enorm wichtig. Sie hilft uns immer noch täglich", unterstrich die burgenländische Landesrätin Verena Dunst. Für die Journalistin und Dohnal-Biografin Susanne Feigl sind "Mut, ausgeprägter Sinn für soziale Gerechtigkeit und der Wille, etwas zu ändern" die herausragendsten Eigenschaften der Politikerin gewesen. Als Staatssekretärin und enge Vertraute Bruno Kreiskys hielt sie den damaligen Bundeskanzler in frauenpolitischen Angelegenheiten auf dem Laufenden. Auch in allgemein politischen Belangen habe er Dohnal stets um ihre Einschätzung gebeten, erinnerte Feigl.

"Johanna-Dohnal-Förderpreise"

Ein besonderes Anliegen war der Staatssekretärin unter Kreisky stets die Ausbildung junger Frauen gewesen. 2004, anlässlich ihres 65. Geburtstages, wurden erstmals Teilstipendien in Höhe von einem Semester Studiengebühr an vier junge Studentinnen vergeben. Seit 2006 werden mit den "Johanna-Dohnal-Förderpreisen" gezielt talentierte Studentinnen unterstützt. Eine der Preisträgerinnen ist die Historikerin Heidi Niederkofler, die im März im Volkskundemuseum eine Überblicksausstellung zu Ursprung und Geschichte von"100 Jahre Frauentag" präsentiert.

Neben Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und den Johanna-Dohnal-Preisträgerinnen nahmen auch Dohnals Lebenspartnerin Annemarie Aufreiter und zahlreiche Wegbegleiterinnen aus Kultur und Medien, wie Regisseurin Käthe Kratz und Schauspielerin Andrea Eckert, die im Rahmen einer Lesung Highlights aus Johanna Dohnals Reden zum besten gab, an der Gedenkveranstaltung teil. Für musikalische Untermalung sorgte das International Femous Orchestra. (Schluss) sc

SERVICE: Mehr Informationen zu Johanna Dohnal und den Johanna-Dohnal-Förderpreisen unter www.johanna.dohnal.at

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001