Rezeptgebühr: Wer keinen Antrag stellt, wird nicht befreit

AKNÖ informiert: Auch Arbeitslose können sich befreien lassen

Wien (OTS/AKNÖ) - Arbeitslose und NotstandshilfebezieherInnen, die weniger als 925,63 Euro pro Monat an Einkommen haben und alleinstehend sind, können sich von der Rezeptgebühr befreien lassen. Dazu müssen sie aber einen Antrag bei ihrer Krankenkasse stellen. Eine Tatsache, die den Betroffenen nicht bekannt ist und die sie zu wenig in Anspruch nehmen.

Arbeitslose erhalten ihren AMS-Bezug pro Monat, also 12 mal im Jahr. Damit sind sie im Vergleich zu Pensionisten benachteiligt. Das hat der Verwaltungsgerichtshof berücksichtigt und entschieden, dass das arbeitslose Einkommen gleich zu gewichten ist wie die Pension. "Rechnet man die Grenzbeträge für die Rezeptgebührenbefreiung auf 14 Bezüge auf, so ergibt sich für alleinstehende Arbeitslose ein Grenzbetrag, der 2011 bei 925,63 Euro liegt", erläutert Sozialrechtsexperte Mag. Josef Fraunbaum. Aus der Praxis weiß er::
"Leider ist diese Regelung bisher noch nicht zu allen Betroffenen durchgedrungen und wer keinen Antrag stellt, bekommt auch keine Befreiung."

Der Antrag auf Befreiung von der Rezeptgebühr kann bei der Gebietskrankenkasse gestellt werden. Infos auf www.noegkk.at

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ-Sozialrecht, Mag. Josef Fraunbaum, Telefon 05 7171-1418

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