Junge Menschen mit Migrationshintergrund zeigen ihr Potenzial

Schlusspräsentation von "Sag's multi" im Wiener Rathaus, 17. Februrar, 10 Uhr

Wien (OTS) - "Die Welt bietet mehr als Selbstmitleid!", so wie
die 14 jährige Molinda Chhay zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei "Sag's multi!" selbstbewusst, stark und mehrsprachig.

Am kommenden Donnerstag, 17.2. 2011, um 10 Uhr werden nun im feierlichen Rahmen im Festsaal des Wiener Rathauses die diesjährigen Siegerinnen und Sieger von "Sag's Multi! - dem mehrsprachigen Redewettbewerb" bekanntgegeben.

Vor rund 400 Schülerinnen und Schülern, vor hochrangigen Politikerinnen und Politikern und Top VertreterInnen der Wirtschaft werden die 15 besten den über 200 Teilnehmern präsentiert. Sie wurden von ihrer Schule für den Wettbewerb nominiert, und haben nach einer Vorausscheidung, vier Regionalausscheidungen und einer Endausscheidungen, ihr Potenzial unter Beweis gestellt.

Erleben Sie das Potenzial junger Menschen mit Migrationshintergrund. Sie haben durch ihre Reden (gehalten wechselnd zwischen ihrer jeweiligen Muttersprache und Deutsch) die Jury tief beeindruckt.

Als kleine Appetithappen untenstehend einige Zitate aus den Reden der jungen Menschen - unabhängig davon ob diese auch unter den PreisträgerInnen sind. "Denn dieses Potential ist viel größer, als in der breiteren österreichischen Öffentlichkeit bewusst ist!", so Georg Kraft-Kinz, Obmann von "Wirtschaft für Integration".

Der Verein ist der Initiator dieses ersten Mehrsprachigen Redewettbewerbs. UNIQA ist der Hauptsponsor, der Stadtschulrat für Wien unterstützt das Projekt, die organisatorische Umsetzung erfolgt durch den Verein EDUCULT. Ein herzlicher Dank geht auch an LUKOIL International GmbH, die das Projekt mit einer großzügigen Spende unterstützt haben.

Zitate

"Die Welt bietet mehr als Selbstmitleid. Denn wenn wir uns nicht von etwas verabschieden können, dann haben wir auch keine Möglichkeit die Zukunft zu betreten." (Molinda Chhay, BRG 21 "Bertha von Suttner", 14 Jahre)

"Ich mag es nicht, wenn mich jemand fragt "Woher kommst du?" denn ich bin im allgemeinen Krankenhaus in Wien geboren und somit a gebürtiger Weana."
(Adnan Tokic, BRG 3 Boerhaavegasse, 12 Jahre)

"Was bringen mir Reisen in alle Staaten dieser Welt, wenn ich nichts von anderen Ländern aufnehmen will." (Mohamed Wahdan, KMS Schopenhauerstraße, 14 Jahre)

"Ich musste meinen Tränen beibringen sich nicht mehr zu verstecken, sondern sich mit Stolz zu zeigen. Ich musste meiner Seele sagen, dass sie immer den richtigen Weg geht und meinem Hirn erklären, dass es nicht immer Recht haben kann. Ich habe meinen Weg durch Liebe gefunden und ich gehe meinen Weg und wenn es sein muss alleine." (Sara Shehata, GRG 15 Diefenbachgasse, 14 Jahre)

"Um andere Menschen zu erobern, muss man ihre Herzen erobern. Man gewinnt nur die Herzen der Menschen für sich, indem man sie nicht nur toleriert, nein, auch respektiert und wertschätzt." (Natasha Ghulam, BG 11 Geringergasse, 18 Jahre)

"Ich glaube nicht, dass jemand vorsätzlich für den Hunger der Welt verantwortlich ist. Ich denke eher, dass jemand nicht nachgedacht hat und zu egoistisch war und der Nächste nicht mutig genug, um ihn zu stoppen und der Übernächste nicht aufmerksam genug, um zu erkennen was gerade passiert."
(Laura Vujcic, De la Salle Schule Strebersdorf, 16 Jahre)

"Mein großer Traum ist es, dass die Kinder eines Tages auch in meinem Heimatland Afghanistan frei zu Schule gehen können. Besonders wichtig finde ich auch, dass Frauen einen Beruf ergreifen und über ihr Leben selbst entscheiden dürfen." (Mohamad Ali Babai, PTS FMS, Wintzingerodestrasse, 17 Jahre, kam 2008 nach Österreich)

"Ich bin sowohl mit der österreichischen als auch der afghanischen Kultur aufgewachsen und das hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich möchte eines Tages zu jenen gehören, die ihre Augen nicht verschließen, wenn es darauf ankommt eine helfende Hand auszustrecken." (Bilal Zamani, RG Feldgasse, 15 Jahre)

Raiffeisen in Wien ist Gründungs- und Hauptsponsor von "Wirtschaft für Integration"

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