Schwentner zu Remlers Meeting-Vorschlag: Ministerin soll Taten setzen und keine Wünsche ans Christkind formulieren

Grüne für weiteren Ausbau der Kinderbetreuungsplätze

Wien (OTS) - "Freiwillige Selbstverpflichtungen scheinen hoch in Mode zu sein, haben aber die Schlagkraft eines Neujahrsvorsatzes. Wir alle wissen, dass es so nie passieren wird"" kritisiert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, den jüngst geäußerten Vorschlag von Familienstaatssekretärin Remler, wonach sich Betriebe selber dazu verpflichten sollten keine Meetings nach 17 Uhr mehr anzusetzen. "Ich erwarte mir von einem Regierungsmitglied mehr als Wünsche an die Wirtschaft, die Wünschen ans Christkind gleichkommen. Remler soll klare Taten in Richtung Beteiligung von Frauen in der Wirtschaft setzen. Sie hätte Macht und Möglichkeit sich für verbindlichere Modelle einzusetzen, wie etwa die Einführung einer Quote".

"Die Entscheidung der Regierung den Bundeszuschuss zum Ausbau der Kinderbetreuung sowie der Sprachförderung nach 2010 nicht mehr fortzusetzen halte ich für eine eklatante Fehlentscheidung. Die aktuellen Zahlen über den erfolgten Ausbau der letzten Jahre zeigen, dass man hier bereits auf einem guten Weg war. Es bedarf keiner Evaluation um zu sehen, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen, die mit der Berufstätigkeit beider Eltern vereinbar sind, in Österreich bei weitem noch nicht gedeckt ist. Gerade einmal 16 Prozent der unter 3-Jährigen Kinder haben eine Betreuung außer Haus. Der weitere Ausbau verträgt keinen Aufschub. Hier sollte Remler Handlungen setzen, anstatt fromme Wünsche an die Wirtschaft zu formulieren."

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