F&E in Kärnten: KWF Technologie Transferoffensive

"Die Forschungseinrichtungen haben es, die Unternehmen brauchen es"

Klagenfurt (OTS) - Kärnten hat bei Forschung, Technologie und Innovation eine überaus kraftvolle Entwicklung zu verzeichnen. Lag die F&E-Quote 1993 bei 0,42%, so weisen die aktuellen Zahlen der Statistik Austria 2,43 % aus. Im Bundesländerranking konnte Kärnten damit Platz 3 verteidigen.

Forschungs- und Entwicklungsprojekte als Triebfeder für eine positive Wirtschaftsentwicklung. Eine relativ kleine, dafür aber feine Gruppe von 280 Kärntner Unternehmen wird aktuell als "technologieaffin" eingestuft und betreibt regelmäßig F&E. Fördermittel dafür gibt es sowohl von EU- und Bundes- (FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) als auch von Landesseite (KWF).

2010 konnte Kärnten 29,7 Mio. EUR oder 5,4 % der FFG-Mittel für Projekte von Kärntner Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen nach Kärnten holen. "86 % des Förderbarwerts geht dabei an Unternehmen (Österreichvergleich 60 %), nur 12 % an Forschungseinrichtungen und Hochschulen (Österreichvergleich 37 %)", so FFG GF Klaus Pseiner in seinen Ausführungen. Thematisch konnten die Bereiche Informations- und Verkehrstechnologien sowie Energie und Nachhaltigkeit die meisten Mittel binden.

Zählt man die zusätzlichen 8,6 Mio. EUR vom KWF hinzu, beträgt das Gesamtfördervolumen im Segment F&E 38,3 Mio. EUR.

Die Themenfelder IKT und Nachhaltigkeit sind es auch, die in der 2009 von der Kärntner Landesregierung einstimmig beschlossenen Strategie für Forschung, Technologieentwicklung und Innovation (FTI) als zwei von insgesamt vier Schwerpunkt- und Zukunftsfelder definiert wurden.

In der Strategie unter dem Titel "Kärnten 2020 - Zukunft durch Innovation", die in einem partizipativen Prozess unter Einbindung einer Vielzahl von Expertinnen und Experten quer durch alle Bereiche in Zusammenarbeit entstanden ist, sind die wesentlichen technologiepolitischen Handlungsräume und Schwerpunktthemen formuliert. Sie werden nun im Zuge von "Masterkonzepten" Schritt für Schritt unter Begleitung und Evaluierung umgesetzt.

Die FTI-Strategie zielt auf einen attraktiven Innovationsraum rund um die Ballungsräume Klagenfurt und Villach ab, hat Leistung und Lebensqualität im Visier, positioniert Kärnten als IKT-Standort mit internationaler Kompetenz, forciert die innovative Industrieproduktion und die Profilbildung als Hochschulstandort und führt als weitere Stärken den bereits gut vernetzten Zentralraum und das offenen kulturelle Klima an.

Die Stärkung des Innovationssystems soll über die drei Handlungsfelder Bildung (Kärntens Hochschulen stärken), Forschung (Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft vertiefen) und Innovation (Innovationsbasis verbreitern) sowie die vier Querschnittthemen Humanressourcen (mehr und besser qualifizierte Menschen in der Forschung), IKT (internationale Profilbildung), Produktionstechnologien (Stärkung durch branchenübergreifende Ansätze) und Nachhaltigkeit (Wohlstand und Lebensqualität auch für künftige Generationen) erfolgen.

Alle Maßnahmen mit dem Ziel, jungen, engagierten Menschen Arbeitsplatzperspektiven in Kärnten zu eröffnen. "Kärnten ist diesbezüglich gut unterwegs, Verbesserungspotenzial nach oben -insbesondere im Hochschulbereich - ist aber vorhanden", so Technologiereferent LH Gerhard Dörfler im Zuge seiner Erläuterungen.

"Die optimale Zusammenarbeit von Unternehmen, Forschungsinstitutionen und Förderstellen ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Innovationssystem und damit zu einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft", so KWF Vorstand Hans Schönegger bei der Vorstellung der KWF Technologietransfer-Offensive.

Durch aktives Erfassen der Unternehmensbedürfnisse, aktivem Zugang zu und Ausbau der Forschungseinrichtungen sowie enge Kooperation mit den Bundes- und EU-Förderstellen soll das erklärte Ziel, die Qualität und Quantität von F&E-Projekten in Kärnten nachhaltig zu erhöhen, erreicht werden.

Betriebe, die bisher als kaum oder nur als sporadisch innovierend eingestuft wurden, sollen dabei unterstützt werden, regelmäßig ihre Produkte und Dienstleistungen zu verbessern, um sich so einen Technologievorsprung zu erarbeiten.

Im Rahmen der KWF Technologietransferoffensive werden innerhalb der nächsten drei Jahre rund 500 Betriebe auf ihr Innovationspotenzial und ihre Bereitschaft zur Kooperation mit Forschungseinrichtungen "abgeklopft" und den optimalen Förderprogrammen zugeführt.

AATT - Alps Adriatic Technology Transfer: Technologie grenzenlos! Für Kärntens Unternehmen wird über den KWF, der neutral agiert und im Hinblick auf unternehmensrelevante Forschungsdaten der Geheimhaltungspflicht unterliegt, ein direkter Zugang sowohl zu den regionalen (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, FH Kärnten, CTR, K-Wood) als auch überregionalen (TU-Graz, Montanuniversität Leoben, Universitäten Maribor und Laibach, Josef Stefan Institut, etc.) Forschungseinrichtungen geschaffen.

Der Nutzen für Kärntens Unternehmen liegt klar auf der Hand:
Beschleunigung des Innovationsprozesses durch die intensive Wissenskoppelung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Aufbau von "Wissen mit langer Halbwertszeit" (Grundlagenwissen), Zugang zu bestehenden und neuen Erkenntnissen der Grundlagenforschung (Problemlösungskapazität) sowie der Aufbau strategischer Allianzen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen.

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