FPÖ-Neubauer: "Süd Tirol ist nicht Italien, wann begreifen das die Politiker Italiens endlich?!"

90 Jahre sind genug - "Es ist Zeit für Sie zu gehen!"

Wien (OTS) - "Nachdem das offizielle Südtirol die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 150. Jubiläum der nationalen Einheit Italiens verweigerte, wurden die Vorwürfe italienischer Nationalisten in Richtung des Landeshauptmannes Durnwalder in den letzten Tagen immer skurriler", sagte heute der freiheitliche Südtirol-Sprecher, NAbg. Werner Neubauer. Vor allem auch die Aussagen des Turiner Bürgermeisters Sergio Chiamparino und des Ex-Premiers Giuliano Amato zeugen von Selbstherrlichkeit und großem Unwissen über die geschichtlichen und sachlichen Zusammenhänge.

"Einige Politiker in Rom haben offenbar immer noch das Geschichtsbild Mussolinis in den Köpfen, wonach das "Alto Adige" in einem ebenso rechtmäßigen wie heldenhaften Kampf für Italien erkämpft worden sei. Was historisch gesehen, natürlich ein kompletter Schwachsinn ist", so Neubauer. "Es war ein imperialistischer Raubkrieg, weil Italiens Politiker nicht nur die italienischen Gebiete wollten, die Österreich vor dem Ersten Weltkrieg abzutreten bereit gewesen war. Sie wollten auch die Landnahme fremden Bodens, nämlich Südtirols. Italien hat im Krieg aber keinen Meter Südtiroler Boden erobert, sondern das Land ist Italien bei dem Zusammenbruch der Monarchie einfach wehrlos in die Hände gefallen."

Italien habe mit der Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes nach dem Zweiten Weltkrieg und der bewusst falschen Auslegung des "Pariser Vertrages" von 1946 durch das verfälschte Autonomiestatut von 1948 der angestammten Bevölkerung im südlichen Tirol bekräftigt, dass sie wahrlich keine Italiener sind. "Welch einen Grund sollten die Südtiroler also haben, die Zugehörigkeit zu einem fremden Staat zu feiern?", frägt der FPÖ-Südtirolsprecher Neubauer.

"Die italienischen Politiker sollten eine bessere Politik für ihre eigenen Leute in den italienischen Provinzen machen, als sich darüber aufzuregen, dass die Südtiroler nicht in Begeisterung für Italien ausbrechen" sagte Neubauer. Ansonsten könne es passieren, dass sich der italienischen "Stiefel" plötzlich ohne die sonnige "Sohle" Siziliens und ohne "Padanien" im Norden wiederfinde. "Dass die deutschen und ladinischen Südtiroler keine Italiener sind, sollte doch mittlerweile wohl jedem halbwegs vernunftbegabten Politiker in Italien bekannt sein", so Neubauer.

"Dass der derzeitige italienische Präsident Napolitano als ehemals bekennender Kommunist, sich in diesen Kreis der Nationalisten einreiht, ist für italienische Verhältnisse leider typisch und zeigt, dass Italien in den vergangenen neunzig Jahren nichts dazugelernt hat", stellte Neubauer fest und schloss mit einem Satz von Mahatma Gandhi, der auch für die römischen Politiker gilt: "Ich glaube, dass es höchst an der Zeit ist, zu erkennen, dass Sie Herren in einem fremden Haus sind! Obwohl die Besten unter Ihnen sicherlich die besten Absichten haben, liegt es in der Natur der Dinge, dass Sie uns demütigen müssen, um uns zu kontrollieren. Meine Herren, ich glaube, es ist Zeit für Sie zu gehen!"

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