FPÖ-Hofer: EU-Kommission ebnet kommenden Futtermittelskandalen den Weg

Geplante Erlaubnis für gentechnische Futtermittelverunreinigung rechtswidrig

Wien (OTS) - "Ein Rechtsgutachten des deutschen BUND belegt, daß das von der EU-Kommission betriebene Verfahren zur Grenzwert-Einführung für erlaubte Gentechnik-Verunreinigungen gegen EU-Recht verstößt", erläutert der freiheitliche Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer. "In Europa nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen haben nichts in Futtermitteln verloren, die in Europa verfüttert werden."

Wenn sich die sogenannte Wertegemeinschaft EU künftig wenigstens selbst ernst nehmen will, sollte sie damit aufhören, eigene Regularien auf Geheiß der Industrie außer Kraft zu setzen, so Hofer. Es könne deshalb nicht angehen, daß mit einer neuen Verordnung Verschmutzungen von Futtermitteln mit GVOs geduldet würden, die aus guten Gründen in der EU nicht zugelassen sind.

"Die Futtermittelindustrie will ihre Produkte möglichst billig erzeugen, lagern und transportieren und möglichst unkontrolliert verkaufen können", betont Hofer. "Die Vermeidung von unzulässigen gentechnischen Verunreinigungen kostet aber Geld und reduziert die Gewinnspanne. Das will die Industrie nicht hinnehmen und stattdessen lieber brisante Genkonstrukte auf Tier und Mensch loslassen. Das will dieselbe Futtermittelindustrie, die kürzlich durch den Dioxin-Skandal für Aufsehen und Schlagzeilen gesorgt hat. Schlagzeilen, die fast jeder Europäer gelesen hat, offenbar mit Ausnahme der Kommissionmitglieder, denn sonst wäre kaum möglich, daß die Brüsseler Behörde auf Wunsch dieser offenbar jeden Tier- und Konsumentenschutz außer Acht lassenden Industrie bereit ist, die eigenen Richtlinien zu verletzen."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0007