Jauschnegg: Feinstaubproblematik lösbar!

Moderne Biomassefeuerungen machen es möglich

Wien (OTS) - "Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass moderne Biomasse-Kleinfeuerungen deutlich weniger Feinstaub emittieren als Altanlagen", erklärt Dr. Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes. Der Tausch von Altanlagen durch moderne, automatisch geregelte Biomasse-Feuerungen stellt den effizientesten Weg dar eine deutliche Reduktion der Feinstaub-Emissionen, bei gleichzeitig nachhaltiger und CO2-neutraler Raumwärmebereitstellung, sicherzustellen. "Wenn wir in Österreich alle bestehenden Ölheizungen und alle veralteten Festbrennstoffkessel durch moderne Holzheizungen ersetzen, würden die Feinstaubemissionen aus dem Hausbrand um 63 Prozent sinken", rechnet Jauschnegg vor.

Schon jetzt 80 Prozent weniger Feinstaub

Durch die stetige technologische Weiterentwicklung von Biomasse-Kleinfeuerungen ist es zu einer signifikanten Emissionsreduktion bei Biomassefeuerungen gekommen. "Emittieren alte Scheitholz-Kessel und Kaminöfen noch mehr als 100 mg/MJ Feinstaub, so konnte der Feinstaubausstoß moderner Kaminöfen um mehr als zwei Drittel und von automatisch geregelten Scheitholz- und Pelletkesseln auf ein Fünftel reduziert werden", analysiert Ingwald Obernberger vom Institut für Prozess- und Partikeltechnik an der TU Graz. "Zukünftige Entwicklungen zielen einerseits auf neue Biomassefeuerungs-Technologien ab, welche die Staubemissionen nochmals um 50 bis 90 Prozent im Vergleich zum derzeitigen Stand der Technik reduzieren werden, und andererseits auf den Einsatz von Staubfiltern in Kleinfeuerungen."

Aktuelle Studien, die die Toxizität der Feinstaubemissionen von Pelletheizungen mit denen von Dieselruß vergleichen, kommen zu dem Schluss, dass die Gesundheitsgefährdung, die vom Dieselruß ausgeht, mindestens fünf mal so hoch ist wie die von Feinstaub aus modernen Pelletheizungen. Entsprechend wären die emittierten Emissionsmengen daher auch in ihrem Gefährdungspotenzial um einen Faktor Fünf niedriger einzustufen, als der reine Mengenvergleich nahe legt.

Einen Schritt voraus

Die österreichischen Heizungshersteller sind in der Produktentwicklung schon einen Schritt voraus - Österreich ist mittlerweile Technologieführer im Bereich der Biomasse-Kleinfeuerungen. "In diesem Frühjahr werden wir ein Produkt auf den Markt bringen, das sowohl die CO-, NOX- und Staubemissionen so stark unterschreitet, dass sie an der Nachweisbarkeitsgrenze liegen. Die Grenzwerte des strengsten Umwelt-Gütesiegels "Blauer Engel" werden hier um 75 Prozent bei Kohlenmonoxid (CO), 33 Prozent bei Stickoxiden (NOX) und 35 Prozent bei Feinstaub unterschritten", berichtet Erwin Stubenschrott, Geschäftsführer von KWB - Kraft Wärme aus Biomasse GmbH.

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