• 09.02.2011, 15:31:32
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Jauschnegg: Feinstaubproblematik lösbar!

Moderne Biomassefeuerungen machen es möglich

Wien (OTS) - "Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass moderne
Biomasse-Kleinfeuerungen deutlich weniger Feinstaub emittieren als
Altanlagen", erklärt Dr. Horst Jauschnegg, Vorsitzender des
Österreichischen Biomasse-Verbandes. Der Tausch von Altanlagen durch
moderne, automatisch geregelte Biomasse-Feuerungen stellt den
effizientesten Weg dar eine deutliche Reduktion der
Feinstaub-Emissionen, bei gleichzeitig nachhaltiger und CO2-neutraler
Raumwärmebereitstellung, sicherzustellen. "Wenn wir in Österreich
alle bestehenden Ölheizungen und alle veralteten Festbrennstoffkessel
durch moderne Holzheizungen ersetzen, würden die Feinstaubemissionen
aus dem Hausbrand um 63 Prozent sinken", rechnet Jauschnegg vor.

Schon jetzt 80 Prozent weniger Feinstaub

Durch die stetige technologische Weiterentwicklung von
Biomasse-Kleinfeuerungen ist es zu einer signifikanten
Emissionsreduktion bei Biomassefeuerungen gekommen. "Emittieren alte
Scheitholz-Kessel und Kaminöfen noch mehr als 100 mg/MJ Feinstaub, so
konnte der Feinstaubausstoß moderner Kaminöfen um mehr als zwei
Drittel und von automatisch geregelten Scheitholz- und Pelletkesseln
auf ein Fünftel reduziert werden", analysiert Ingwald Obernberger vom
Institut für Prozess- und Partikeltechnik an der TU Graz. "Zukünftige
Entwicklungen zielen einerseits auf neue
Biomassefeuerungs-Technologien ab, welche die Staubemissionen
nochmals um 50 bis 90 Prozent im Vergleich zum derzeitigen Stand der
Technik reduzieren werden, und andererseits auf den Einsatz von
Staubfiltern in Kleinfeuerungen."

Aktuelle Studien, die die Toxizität der Feinstaubemissionen von
Pelletheizungen mit denen von Dieselruß vergleichen, kommen zu dem
Schluss, dass die Gesundheitsgefährdung, die vom Dieselruß ausgeht,
mindestens fünf mal so hoch ist wie die von Feinstaub aus modernen
Pelletheizungen. Entsprechend wären die emittierten Emissionsmengen
daher auch in ihrem Gefährdungspotenzial um einen Faktor Fünf
niedriger einzustufen, als der reine Mengenvergleich nahe legt.

Einen Schritt voraus

Die österreichischen Heizungshersteller sind in der
Produktentwicklung schon einen Schritt voraus - Österreich ist
mittlerweile Technologieführer im Bereich der
Biomasse-Kleinfeuerungen. "In diesem Frühjahr werden wir ein Produkt
auf den Markt bringen, das sowohl die CO-, NOX- und Staubemissionen
so stark unterschreitet, dass sie an der Nachweisbarkeitsgrenze
liegen. Die Grenzwerte des strengsten Umwelt-Gütesiegels "Blauer
Engel" werden hier um 75 Prozent bei Kohlenmonoxid (CO), 33 Prozent
bei Stickoxiden (NOX) und 35 Prozent bei Feinstaub unterschritten",
berichtet Erwin Stubenschrott, Geschäftsführer von KWB - Kraft Wärme
aus Biomasse GmbH.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Biomasse-Verband
Franz Josefs-Kai 13, A-1010 Wien
Tel: +43-1-533 07 97-32
Fax: +43-1-533 07 97-90
E-Mail: [email protected]

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