WKÖ-Hochhauser begrüßt Bundesaktion zur Gebäudesanierung als wichtigen Beitrag für Wachstum und Beschäftigung

Ein Fördereuro mobilisiert mindestens fünf weitere Euro Privatinvestitionen - Wertschöpfung bleibt bis zu 80 Prozent in Österreich - Kritik unberechtigt

Wien (OTS/PWK087) - Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßt den heutigen Beschluss der Umweltförderungskommission, der den Weg für den Start der neuen Bundesaktion zu Förderung der thermisch-energetischen Gebäudesanierung im März 2011 freigibt. Damit wird eine langjährige Forderung der Wirtschaft erfüllt.

"Schon das Programm 2009 war ein Erfolg, es hat in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase Arbeitsplätze gesichert und geschaffen. Das neue Programm, das auf mehrere Jahre ausgerichtet ist, wird jene wichtige Impulse für Wachstum und Beschäftigung auslösen, die wir im Bau und baunahen Wirtschaftsbereichen dringend benötigen", betont WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. Die Förderaktion, die von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner federführend geplant wurde, sieht 400 Millionen in den Jahren 2011 bis 2014 für die thermische Sanierung von Gebäuden vor.

Mehrere Gründe sprechen laut Wirtschaftskammer dafür, dass private und betriebliche Investitionen durch Förderanreize angekurbelt werden: "Zwischen Förderung und Investition gibt es eine Hebelwirkung von mindestens eins zu fünf. Ein Fördereuro mobilisiert mindestens fünf weitere Euro Privatinvestitionen. Die Wertschöpfung bleibt dabei bis zu 80 Prozent in Österreich. In Summe ist die Förderaktion für die Staatskasse daher ein Nullsummenspiel. Die Aktion kostet dem Staat nicht mehr als sie ihm an zusätzlichen Steuereinnahmen und ersparten Arbeitsmarktaufwendungen bringt", unterstreicht Hochhauser. Hinzu kommt, dass die CO2-Emissionen im Gebäudebereich und der Energiebedarf laut EU-Plan bis 2020 deutlich fallen müssen. "Es führt ohnedies kein Weg an der Sanierung des heimischen Gebäudebestandes vorbei. Um die Sanierungsziele zu erreichen, müssen wir die heimische Förderquote gar auf drei Prozent verdreifachen", bringt es Hochhauser auf den Punkt.

Da an der Gebäudesanierung neben den Bauunternehmen unter anderem Baunebengewerbe, Baustoffhersteller, Fensterlieferanten, Heizungsanlagenhersteller und Energieberatungsfirmen mitwirken, die auch beschäftigungsintensive Bereiche darstellen, sei ein breiter und nachhaltiger Beschäftigungseffekt zu erwarten. Für die Wirtschaft sei ebenfalls erfreulich, dass die Förderaktion des Bundes eine eigene Schiene für die energetische Sanierung und Modernisierung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden anbietet. Sie ist 2011 mit 30 Millionen Euro dotiert. Dies ist deshalb wichtig, weil die Wohnbauförderungsmittel diesem Gebäudesektor nicht zur Verfügung stehen.

Wenig Verständnis zeigt die WKÖ-Generalsekretärin für die Kritik an der Bundesförderungsaktion, die eine stärkere Berücksichtigung des mehrgeschossigen Wohnbaus verlangt. "Die Bundesaktion ist nur eine Ergänzung der Sanierungsförderungen der Länder, denen weit größere finanzielle Volumina zur Verfügung stehen. Zur Umsetzung der Vorschläge, die im Rahmen der Bundesaktion nicht untergebracht werden können, stehen den Bundesländern ausreichende Instrumente zur Verfügung", betont Hochhauser abschließend. (AC)

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