Aubauer: Keine Panik bei Arbeitskräftemangel! Ältere Arbeitnehmer mit dem "3-Schritte-Aktionsplan" des Seniorenbundes aktivieren!

Beispiel Lehrermangel ist erster Vorbote. Ältere Arbeitnehmer werden dringend gebraucht werden!

Wien (OTS) - "Zuletzt wurden in Oberösterreich schon Lehrer/innen aus der Pension zurückgeholt, um zumindest einen Teil des schon bestehenden Lehrermangels decken zu können. In Wien überlegt man, wie man die 1.500 Pensionsanwärter bei den Lehrern zum Bleiben bewegt. Und auch in Salzburg plant man die Reaktivierung pensionierter Lehrkräfte. Solche Beispiele werden sich in Zukunft häufen - in vielen Branchen. Deshalb brauchen wir jetzt als ersten Schritt den "3-Schritte-Aktionsplan" des Seniorenbundes: Zuverdienstgrenzen für ASVG-Pensionisten aufheben, Senior-Pools (beim AMS + im öffentlichen Dienst) einrichten, Seniorenbund-Belohnungsmodell einführen. Damit können wir viele ältere Arbeitnehmer (re-)aktivieren", erklärt Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin.

Der "3-Schritte-Aktionsplan" des Seniorenbundes im Detail:

Aubauer erklärt den "3-Schritte-Aktionsplan" des Seniorenbundes anhand des aktuellen Beispiels der mangelnden Lehrkräfte, wobei sie ausdrücklich festhält, dass diese Maßnahmen auch in anderen Bereichen ebenso effektiv umgesetzt werden können:

1. Schritt:

"Richten wir sofort "Senior-Pools" ein. Im öffentlichen Dienst als Plattform, bei der sich pensionierte Lehrer/innen anmelden können: In welchem Fach, an welchem Ort sie bereit wären, wie viele Stunden zu leisten. Bezahlt würden die geleisteten Stunden nach einem einheitlichen Durchschnittswert. Dies erleichtert die Koordination -auch bundesweit. Richten wir Senior-Pools beim AMS ein, um Menschen auf eine "Neue Rolle" im späteren Erwerbsleben vorzubereiten. Im konkreten Fall - wenn nun zB vor allem Lehrer/innen in mathematisch-technischen Bereichen fehlen (Physik, Chemie, Mathematik) - können wir so erreichen, dass wir Menschen, die lange in diesen Fachbereichen in der Wirtschaft tätig waren, zu einem Umstieg bewegen. Wissen teilen, statt im alten - oft körperlich anstrengenden - Beruf ausgepowert werden!"

2. Schritt:

"Schaffen wir die Zuverdienstgrenzen für ASVG-Versicherte ab! Während pensionierte Beamte unbegrenzt dazuverdienen dürfen, können dies ASVG-Frühpensionierte nicht. Wenn wir auch ehemals in der Wirtschaft tätige Fachkräfte motivieren möchten, in der "Neuen Rolle" wieder einzusteigen, muss diese Zuverdienstgrenze endlich fallen!"

3. Schritt:

"Führen wir das "Seniorenbund-Belohnungsmodell" ein. Bieten wir den Menschen 12% mehr Pension für jedes nach dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter gearbeitete Jahr. Kostet den Staat keinen Cent und man kann damit sicher einige Lehrkräfte bewegen, statt in Pension zu gehen, weiterhin zu unterrichten. Dabei ist es besonders wichtig, dieses Angebot auch jenen zu machen, die die Arbeitszeit reduzieren! Länger Arbeiten heißt nämlich nicht unbedingt, alles beim Alten zu belassen. Es heißt vielmehr freiwillig so viel beitragen, wie man kann und will!"

"Diese 3 Schritte unseres Aktionsplanes beziehen sich hier auf das aktuelle Thema des Lehrermangels. Doch braucht niemand zu glauben, dass die aktuelle Entwicklung sich ausschließlich auf Lehrkräfte bezieht. Es ist dies vielmehr ein erster Vorbote, der die entsprechenden Studien belegt: Wir werden die älteren Arbeitnehmer dringend brauchen - in allen Bereichen. Daher sollten wir nun rasch den "3-Schritte-Aktionsplan" des Seniorenbundes umsetzen. Als erste Maßnahme wohlgemerkt! Eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen muss jedenfalls folgen, wenn wir für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet sein wollen", so Aubauer abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, Tel.: 0650-581-78-82, skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SEN0001