• 07.02.2011, 13:09:00
  • /
  • OTS0099 OTW0099

Todt: Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze hat oberste Priorität

Arbeitnehmer länger gesund im Erwerbsleben halten - Faktisches an gesetzliches Pensionsantrittsalter heranführen

Wien (OTS/SK) - Die Arbeitgeber müssen dahingehend sensibilisiert
werden, älteren Menschen einen längeren Verbleib im Erwerbsleben zu
ermöglichen. Denn: "Ältere Arbeitnehmer sind ein Gewinn für jedes
Unternehmen", so PVÖ-Generalsekretär Bundesrat Reinhard Todt am
Montag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. "Der Vorschlag von
ÖVP-Sozialsprecher Wöginger in der heutigen "Die Presse" eine
Teilpension einzuführen, ist zwar ein weiterer Inhaltspunkt in der
Diskussion um längeres Arbeiten zu ermöglichen, doch zuerst muss man
die Rahmenbedingungen für ein 'in die Pension gleiten' schaffen",
fordert Todt. Für den PVÖ-Generalsekretär hat daher das Heranführen
des faktischen an das gesetzliche Pensionsantrittsalter Vorrang. ****

Der Seniorenrat als überparteiliche Interessenvertretung hat bereits
im Vorjahr folgendes Maßnahmenbündel ausgearbeitet und freut sich auf
die versprochenen Verhandlungen mit Sozialminister Rudolf
Hundstorfer:

-fit2work - frühzeitige Intervention und Beratung, um Krankenstände
und Frühpensionierungen zu vermeiden.
- Rehabilitation vor Pension - zwingender Vorrang von
Rehabilitationsmaßnahmen vor Zuerkennung einer Pension.
-Verstärkte Bemühungen für Ältere am Arbeitsmarkt -
Eingliederungsbeihilfen und Beschäftigungsprojekte, sowie die
Schaffung von Anreizen um länger im Erwerbsleben zu bleiben.

Die Forderung des Seniorenrats eine Gesundheitsstraße für raschere,
einheitliche Begutachtungen der Arbeitsfähigkeit für AMS und Pension
einzuführen, konnte im Vorjahr bereits verwirklicht werden.

Gemeinsam mit den Sozialpartnern sollen darüber hinaus altersgerechte
Rahmenbedingungen in den Betrieben verwirklicht werden. Diese
umfassen:

- Sensibilisierung der Führungskräfte
- Altersgerechte Arbeitsorganisation
- Betriebliche Gesundheitsförderung
- Qualifikation, Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen
- Dazu muss ein verstärkter Kündigungsschutz älterer Arbeitnehmer
kommen.

"Wir müssen die 'in die Pension abschieben-Mentalität' verhindern.
Und dazu muss die Arbeitswelt so gestaltet werden, dass man sie auch
bis zum gesetzlichen Pensionsantrittsalter gesund erleben kann.
Dieses Umdenken gebietet schon alleine die demografische Entwicklung.
Schon 2015 werden laut Studien in Österreich zigtausend Arbeitskräfte
fehlen. Ältere Arbeitnehmer sind daher unverzichtbar und wertvoll",
so Todt abschließend. (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis:
Julia Awecker, Bakk., Pensionistenverband Österreichs, Tel.: 01/313 72 DW 31

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel