Caritas besonders über Lage im ägyptischen Alexandria besorgt

Leiter der Auslandshilfe der Caritas Salzburg, Maier: An geregelte Caritas-Arbeit ist derzeit nicht zu denken

Salzburg-Kairo, 06.02.11 (KAP) Die Caritas ist besonders über die derzeitige Lage im ägyptischen Alexandria besorgt. Stefan Maier, Leiter der Auslandshilfe der Caritas Salzburg, berichtete am Sonntag unter Berufung auf lokale Caritas-Partner, die Situation in der Mittelmeer-Hafenstadt sei "dramatisch". Laut den Schilderungen von Hany Maurice, dem Leiter der Straßenkinder-Programme der Caritas Alexandria, herrschten in der zweitgrößten Stadt des Landes Chaos und Anarchie. Der Sitz des Gouverneurs, Gebäude der regierenden Partei sowie Polizeiposten seien niedergebrannt, "es sind keine Polizisten auf den Straßen zu sehen und überall gibt es Plünderungen".

Aus diesem Grund seien Hany Maurice und all seine Caritas-Kollegen inzwischen Teil der Bürgerwehren, die sich überall gebildet haben, um ihr jeweiliges Wohnviertel zu schützen. Sie patroullierten rund um die Uhr auf den Straßen. "An geregelte Caritas-Arbeit ist im Augenblick im ganzen Land nicht zu denken, alle Einrichtungen - mit Ausnahme des Betreuten Wohnprojekts für Straßenbuben in Alexandria sowie des Straßenkinder-Zentrums in Gizeh in Sichtweite der Pyramiden - sind angesichts der gewaltsamen Auseinandersetzungen schon seit Tagen geschlossen", so der Bericht.

Zumindest seien alle Partner noch wohlauf "und kein Caritas-Mitarbeiter und keine Caritas-Einrichtung sind bisher zu schaden gekommen", so Maier.

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