Heinisch-Hosek: Weibliche Genitalverstümmelung ist fundamentale Verletzung der Menschenrechte

Zur Unterstützung der betroffenen Frauen wurden zwei konkrete Projekte zu FGM initiiert

Wien (OTS) - "Weibliche Genitalverstümmelung ist eine fundamentale Verletzung der Menschenrechte und sie ist durch nichts zu rechtfertigen", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des heutigen Internationalen Tags gegen Genitalverstümmelung (FGM). Tradition, Religion oder Kultur dürfe niemals als Rechtfertigung oder Begründung von Gewalt herangezogen werden.

"Wir dürfen die Augen vor diesen Gewaltverbrechen an Frauen und Mädchen nicht verschließen. Die Unterstützung der betroffenen Frauen und die Sensibilisierung der Gesellschaft zu diesem Thema ist mir daher ein besonderes Anliegen", so Heinisch-Hosek.

Ihr sei es wichtig hier Angebote zur Verfügung zu stellen. So sei der Verein Orient-Express von der Frauenministerin mit der Organisation und Durchführung zweier konkreter Projekte betraut worden, in denen auch das Thema FGM behandelt würde. Einerseits würden Migrantinnen der 2. und 3. Generation, die selbst Gewalt erfahren mussten und durch Eigeninitiative Hilfestellungen aufgesucht haben zu Multiplikatorinnen insbesondere zum Themenbereich der "Harmful Traditional Practices" ausgebildet. Andererseits würden Berufsgruppen, die mit Betroffenen in Berührung kommen könnten wie LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, MitarbeiterInnen in Jugendeinrichtungen, aber auch FamilienrichterInnen zu diesen Themenbereichen geschult und sensibilisiert.

"Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass das Thema weibliche Genitalverstümmelung nicht weiter tabuisiert wird. Wir müssen das Schweigen brechen", meinte die Ministerin zum Schluss.

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Mag. Dagmar Strobel
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