"profil": Oppositioneller iranischer Filmemacher Rafi Pitts übt scharfe Kritik am Ahmadinejad-Regime

Weltweite Proteste gegen Inhaftierung des Regisseurs Jafar Panahi für 11. Februar geplant

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ist der iranische Filmemacher Rafi Pitts davon überzeugt, dass sich die Zustände in seiner Heimat ändern werden. "Nichts kann den Wechsel aufhalten." Dieser könne nur "von innen kommen; ich habe nie daran geglaubt, dass der Iran sich durch Druck von außen ändern werde."

Die Behörden "missverstehen die Kunst", sagt Pitts, dessen im Iran gedrehtes Rachedrama "The Hunter" am 11. Februar Österreichs Kinos erreichen wird. "Was passiert denn, wenn sie Jafar Panahi einsperren? Ich erzähle davon im Ausland, Journalisten verbreiten es schriftlich. Es ist kurzsichtig zu glauben, dass man Kritik verhindert, wenn man einen Menschen seiner Freiheit beraubt. Das Gegenteil ist der Fall:
Die Behörden dienen nur seiner Sache, wenn sie ihn inhaftieren."

Regisseur Panahi war mit seinem Kollegen Mohammad Rasoulof im Dezember 2010 zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt worden. Begründung: Panahi und Rasoulof hätten einen staatskritischen Film geplant. Diese Woche wird sich der internationale Protest gegen diese völlig unverhältnismäßige Strafmaßnahme verschärfen: Der im Pariser Exil lebende Rafi Pitts hat zu einem zweistündigen Solidaritätsstreik in der Filmbranche, zur weltweiten Niederlegung der Arbeit am 11. Februar, dem 32. Jahrestag der iranischen Revolution, aufgerufen.

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