• 05.02.2011, 20:37:17
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Josef Pröll und das Scheiterlknien (von Claudia Grabner)

Ausgabe 6. Feb. 2011

Klagenfurt (OTS) - Es ist nicht unentblößend, wenn ÖVP-Obmann
Josef Pröll Folgendes von sich gibt: "Verteidigungsminister Norbert
Darabos führt eine populistische Debatte auf dem Rücken der
Sicherheit der Menschen in diesem Land", um dann - einen Atemzug
später - fortzufahren: "Für mich steht die Sicherheit Österreichs im
Vordergrund. Gerade jetzt blicken alle nach Ägypten." Ägypten? Mit
Verlaub, Herr Vizekanzler. Dieser Spagat IST - um Sie wörtlich
wiederzugeben - "eine populistische Debatte auf dem Rücken der
Sicherheit der Menschen in diesem Land". Unanständige Angstmache. Mit
Angstmache dürfte es Pröll dieser Tage ohnehin haben: Auch Darabos
will er "zum Erzittern" bringen. "Darabos hat eine letzte Chance
bekommen. Fehler, wie sie passiert sind, sind nicht mehr drinnen."
Soll heißen: Ein ÖVP-Obmann warnt einen SPÖ-Minister vor dessen
Rauswurf. Offensichtlich eine Kompensation: Parteiintern - siehe
Onkel Erwin oder Betonbeamter Neugebauer - ist es ja Pröll ad
personam, der Scheiterlknien muss.

Rückfragehinweis:
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Tel.: 0463/512000-502
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