Journalisten-Hatz in Ägypten muss sofort aufhören

ÖJC fordert von Außenministerium sofortige politische Intervention in Kairo

Wien (OTS/ÖJC) - Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) fordert ein sofortiges Ende der andauernden Behinderung der Arbeit der Journalisten in Ägypten. Es kann kein Zufall sein, dass inzwischen schon fast alle österreichischen Reporter, Kameramänner und Fotografen von ägyptischen "Sicherheitsbeamten" verhaftet, drangsaliert und geschlagen wurden. ÖJC-Präsident Fred Turnheim ersucht daher dringend Außenminister Spindelegger diplomatisch in Ägypten für den Schutz der österreichischen Medienvertreter einzutreten. Der österreichische Botschafter in Kairo, Thomas Nader, wird ersucht alles Mögliche zu tun, damit österreichische Journalisten ohne Gefahr für Leib und Leben objektiv aus Ägypten berichten können.

Der ÖJC fordert wiederholt von der österreichischen Bundesregierung die Umsetzung des Zusatzprotokolls II. vom 8.7.1977 zum Genfer Abkommen vom 12.9.1949. Dieses sieht ein völkerrechtlich vereinbartes Ausweisdokument für "Journalisten im gefährlichen beruflichen Auftrag" vor. "Obwohl der ÖJC seit 2009 die Einführung dieses wichtigen Dokuments für österreichische Journalisten in Krisengebieten von der Bundesregierung fordert, konnten bisher in den Verhandlungen keine Fortschritte erreicht werden. Muss vorher ein österreichischer Journalist sterben, bevor dieses auch von Österreich unterschriebene Abkommen umgesetzt wird", fragt ÖJC-Präsident Fred Turnheim in einer Aussendung am Samstag.

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