Nationalrat - Wehrpflicht: Darabos ruft zur Versachlichung der Debatte auf

Freiwilligenheer garantiert gleiche Leistung bei gleichen Kosten aber ohne Zwang - Mindestens 10.000 Mann für Katastrophenschutz, 1.000 für Auslandseinsätze

Wien (OTS/SK) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat am
Freitag bei einer Nationalratssondersitzung seine Präferenz für ein Freiwilligenheer bekräftigt. "Ich bin für ein modernes, verschlanktes Bundesheer ohne Wehrpflicht", so Darabos. Mit einem Freiwilligenheer könnten alle vorstellbaren Aufgaben - vom Katastrophenschutz, über Luftraumüberwachung und Auslandseinsätze bis hin zur sicherheitspolizeilichen Assistenz - gewährleistet werden. Darabos rief auch zu einer Versachlichung der Debatte auf. ****

"Ich kann mit dem Modell 'Freiwilligenheer' dafür garantieren, dass wir gleiche Leistung erbringen, bei gleichen Kosten, aber ohne Zwang", betonte Darabos. Für den Katastrophenschutz würden weiterhin mindestens 10.000 Soldatinnen und Soldaten, für Auslandseinsätze 1.000 Personen bereitstehen.

Auch die Rekrutierung für das Freiwilligenheer ist möglich. Bereits jetzt - also ohne Anreizsystem - gäbe es rund 3.500 freiwillige Meldungen für den Dienst im Bundesheer, so Darabos. In den ersten Jahren müssen für ein Freiwilligenheer 2.500 Personen jährlich eingestellt werden. Milizsoldaten sollen künftig 5.000 Euro jährlich als Prämie erhalten. Zeitsoldaten bekommen für ihre Bereitschaft zur Teilnahme an Auslandseinsätzen 7.200 Euro. "Mit diesem Anreizsystem ist die Rekrutierung logischerweise machbar", so Darabos.

Die vom Generalstab errechneten Wehrsystem-Modelle verteidigte der Minister als "seriös und plausibel". Zugrundegelegt wurden die außer Streit stehenden und fundierten Ausgangsdaten - Ergebnisse der Bundesheerreformkommission (Allparteieneinigung der ZILK-Kommission), die evaluiert wurden und deren Gültigkeit erst im Februar 2010 bestätigt wurde. (Schluss) sa/mo/mp

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