Thermische Sanierung: Chancen für Klima, Konjunktur und soziales Wohnen nutzen!

Wien (OTS) - Mit dem Sanierungsscheck 2011 bis 2014 setzt die Bundesregierung nicht nur einen wichtigen Schritt zur CO2-Reduktion, sondern stützt auch die Baukonjunktur und schafft dadurch Arbeitsplätze. Laut Franz Roland Jany, Geschäftsführer der Gemeinschaft Dämmstoff Industrie (GDI) ist thermische Sanierung auch unter dem sozialen Standpunkt notwendig, denn "steigende Energiepreise müssen durch sinkenden Verbrauch begegnet werden, damit Heizen leistbar bleibt und das geht nur durch eine verstärkte Anstrengung zur thermischen Sanierung".

Im Rahmen der heute, 3. Februar abgehaltenen parlamentarischen Enquete "Zukunftsinvestitionen in Umwelt, Bauen und Wohnen" wurde die Bedeutung der Bauwirtschaft für Konjunktur, Klima und Umwelt von allen Akteuren unterstrichen. Dass die thermische Sanierung von Gebäuden ein notwendiger Schritt hin zur Erfüllung der Klimaverpflichtungen Österreichs ist, liegt auf der Hand. "Es gibt keine Maßnahme, in der der pro eingesetztem Euro mehr CO2 eingespart werden kann, als bei der Gebäudedämmung", unterstreicht Jany. Insofern begrüßt die GDI die Einführung des Sanierungsschecks, der ab 1. März 2011 wieder aufgelegt wird.

Erhöhung der Förderung notwendig

Das österreichische Langfrist-Ziel einer Sanierungsquote von 3 Prozent bleibt allerdings auch mit dem Sanierungsscheck nicht erreichbar. Dafür bedürfte es einer jährlichen Förderung von mindestens 300 Mio. Euro - eine Investition, die sich laut Österreichischem Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) mehr als nur rechnet. Denn keine andere Maßnahme kreiert so viele positive Effekte wie die thermische Sanierung. Sie schafft soziale Sicherheit, pusht die Konjunktur und hilft CO2 und Energie zu sparen.

Teuer: Verfehlung der Klimaziele

Wegen des Verfehlens seiner Klimaverpflichtungen wird Österreich hohe Strafzahlungen leisten müssen. Auf etwa eine halbe Milliarde Euro werden diese Belastungen durch Kyoto-Strafzahlungen geschätzt. "Dieses Geld könnte sinnvoller investiert werden, nämlich in thermische Sanierung", appelliert Jany an die österreichische Bundesregierung jetzt die richtigen Weichen zu stellen. Eine Möglichkeit, die Aufstockung des Sanierungsschecks auf die notwendigen 300 Mio. Euro bis 2020 zu erreichen, wäre eine Wiedereinführung der Zweckbindung der Wohnbauförderung. Denn diese Mittel seien nicht dafür gedacht, Budgetlöcher der Länder zu stopfen, sondern um Wohnen langfristig leistbar, umweltfreundlich und energieschonend zu machen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Franz Roland Jany, Geschäftsführer
Gemeinschaft Dämmstoff Industrie (GDI)
Schikanedergasse 12/9, 1040 Wien
Tel.: 01-504 57 71, 0676-42 600 44, Fax: DW 20
E-mail: jany@gdi.at

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