Papst lobt Österreichs Einsatz für Religionsfreiheit

Benedikt empfängt neuen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Kloss

Vatikanstadt, 03.02.11 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat das Eintreten Österreichs für eine internationale Achtung der Religionsfreiheit gelobt. Beim Antrittsbesuch des neuen Botschafters beim Heiligen Stuhl, Alfons M. Kloss, kritisierte er am Donnerstag zugleich eine wachsende Zurückdrängung der Religion aus dem öffentlichen Leben in vielen Ländern Europas. Besorgt zeigte sich der Papst auch über eine Benachteiligung kinderreicher Familien sowie einen unzureichenden Schutz des ungeborenen Lebens.

Im Gegensatz zu vielen Ländern Europas, in denen die Religion zunehmend als Privatangelegenheit behandelt werde, gäben "vor allem einige mittel- und osteuropäische Staaten" dem Glauben an Gott weiterhin in der Öffentlichkeit Raum, sagte Benedikt XVI. Ausdrücklich würdigte er die Stellungnahme der Bundesregierung zum Kruzifixurteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und ihr Eintreten für Religionsfreiheit.

"Mit Genugtuung konnte der Heilige Stuhl einige Aktivitäten der österreichischen Regierung in dieser Richtung beobachten, nicht zuletzt die Stellungnahme zum sogenannten 'Kreuzurteil' des Europäischen Gerichtshofes", heißt es wörtlich in der Ansprache. Als weiteres Beispiel nannte Benedikt XVI. den Vorschlag von Außenminister Michael Spindelegger, eine Berichterstattung des europäischen Auswärtigen Dienstes über die Verwirklichung der Religionsfreiheit in den jeweiligen Ländern einzuführen.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) fam/pwu/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0003