Steinhauser fordert sachliche Diskussion zu Sorgerechtsurteil des EGMR

Gemeinsame Obsorge bei gemeinsamem elterlichem Wohnsitz für Grüne grundsätzlich denkbar

Wien (OTS) - "Wir müssen die Konsequenzen aus dem
Sorgerechtsurteil des EGMR jetzt in aller Ruhe diskutieren. Vor dem üblichen Geheul einer selbsternannten Väterlobby ist aber zu warnen", reagiert der Justizsprecher der Grünen, Albert Steinhauser, auf ein Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs, wonach im Zusammenhang mit unehelich Kindern im österreichischen Sorgerecht Diskriminierungen bestünden. Steinhauser will, dass sachliche Antworten auf die aufgeworfenen Probleme gegeben werden, da Polarisierung nicht weiterhilft. Der Grüne Justizsprecher kann sich grundsätzlich vorstellen, dass die gemeinsame Obsorge bei aufrechtem gemeinsamen Wohnsitz von Eltern und Kind auch bei unehelichen Kindern automatisch eintritt. "Klar ist aber, dass es keine Lösung geben darf, die auf dem Rücken der Mütter ausgetragen wird, die meist die Hauptverantwortung bei der Erziehung der Kinder übernehmen", schließt Steinhauser.

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