Windbüchler-Souschill fordert Ende der katastrophalen Situation bei Kinder- und Jugendgesundheit

Grüne fordern mehr Geld für Betreuung und Beratung von Kindern und Jugendlichen

Wien (OTS) - Der heute erschiene Bericht zur Kinder- und Jugendgesundheit bringt erneut zu Tage, dass Kinder in Österreich im Vergleich von 20 Industrienationen am ungesündesten leben. Sie haben mehr Erfahrung mit Gewalt, nehmen früher Drogen und haben öfter psychosomatischen Beschwerden. Familien in Notsituationen werden oft alleingelassen, müssen monatelang auf Therapie, Behandlung und Betreuung warten. Die publik gewordenen Fälle über misshandelte und missbrauchte Kinder sind keine Ausnahmen. "Die Bundesregierung muss sofort darauf reagieren. Wir brauchen endlich mehr Geld für Beratung und Betreuung der betroffenen Familien und Kinder. Bundeseinheitliche Qualitätsstandards müssen her. Es kann nicht sein, dass Kinder in einem Bundesland Hilfe bekommen und andere im Stich gelassen werden. Ohne Prävention und frühe Hilfe wird sich an der katastrophalen Situation nichts ändern", so die grüne Kinder- und Jugendsprecherin Tanja Windbüchler-Souschill. Weiters fordert die Abgeordnete Staatssekretärin Remler auf, zur Abklärung mit den Jugendwohlfahrtsträgern und der Volksanwaltschaft zu einem sofortigen runden Tisch im Parlament mit allen Fraktionen einzuladen.

'Mit frühen Hilfen kann ein Rückgang von Kindesmissbrauch um 55% und eine um 45% niedrigere Kriminalitätsrate erreich werden', wird im 2. Bericht zur Lage der Kinder- und Jugendgesundheit Österreich ausgeführt. Gleichzeitig wird die Jungendwohlfahrt, die Behörde deren oberste Aufgabe der Kinderschutz ist, von der Bundesvolksanwaltschaft massiv kritisiert. 'Das Jugendwohlfahrtsystem in der derzeitigen Form ermöglicht, dass vor allem kleine Kinder misshandelt werden', stellte heute Volksanwalt Peter Kostelka im Ö1 Morgenjournal fest.

"Seit Jahren wird jedoch die Verantwortung zwischen Bund und Ländern hin und her gespielt, während Kindern Entwicklungschancen vorenthalten werden oder sie gar gewaltsam zu Tode kommen", so Tanja Windbüchler Souschill."Die österreichische Bundesregierung - und allen voran die zuständigen Bundesminister Mittlerlehner mit Staatssekretärin Remler und Bundesminister Stöger müssen endlich zu handeln.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004