Beatrix Karl: Breiter Dialog und konkrete Reformschritte im Jahr der Bildung 2011

Wissenschafts- und Forschungsministerin beim Bildungsdialog mit den Sozialpartnern und der Industriellenvereinigung

Wien (OTS) - "2011 ist das Jahr der Bildung - und da geht es vor allem auch um die Umsetzung konkreter Maßnahmen und Reformschritte", so Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl. Sie nahm heute so wie Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied am "Bildungsdialog" der Sozialpartner und Industriellenvereinigung teil. Nach den "sehr konstruktiven Gesprächen" hielt die Ministerin in einer gemeinsamen Pressekonferenz fest: "Ich freue mich, dass wir bei zahlreichen bildungspolitisch wichtigen Maßnahmen gemeinsam an einem Strang ziehen und Seite an Seite für die Weiterentwicklung unseres Bildungssystems arbeiten. Gemeinsames Ziel ist die Erhöhung von Leistung und Qualität im Bildungssystem." Beatrix Karl unterstrich aber auch, dass es ebenso Bereiche mit unterschiedlichen Sichtweisen gibt, beispielsweise was die Einhebung von Studienbeiträgen an den Universitäten oder eine gemeinsame Schule der 10-14Jährigen betrifft. In ihrem Statement ging die Ministerin vor allem auf die PädagogInnenbildung NEU, den Hochschulplan sowie weitere Maßnahmen im Schulbereich ein.

"Die fundierte Ausbildung der Pädadgoginnen und Pädagogen ist Dreh-und Angelpunkt jeder Bildungsreform, Lehrerinnen und Lehrer sind die Architekten der Zukunft. Die Schule von heute beinhaltet vielfältige Herausforderungen, für die wir die Pädagoginnen und Pädagogen auch entsprechend vorbereiten müssen", so Karl. Gemeinsam mit Ministerin Schmied und unter Einbindung sämtlicher Betroffener arbeitet sie an der PädagogInnenbildung NEU. Ziel ist es, dass noch in dieser Legislaturperiode die ersten angehenden Pädagog/innen bereits mit der neuen Ausbildung beginnen. Bis im Juni arbeitet die Vorbereitungsgruppe unter Dr. Andreas Schnieder die nächsten Schritte aus.

Ein zentrales Vorhaben der Ministerin in diesem Jahr ist die Erarbeitung eines österreichischen Hochschulplans. Dazu hat sie eine Expertengruppe mit drei Expert/innen aus Deutschland und der Schweiz eingesetzt, am kommenden Freitag gibt es ein Arbeitstreffen. Ziel des Hochschulplans ist eine gesamthafte Betrachtung und Planung des heimischen Hochschulraums. Teil des Hochschulplans ist die Studienplatzfinanzierung. Beim "Universitätsgipfel" am 22. November 2010 gab es das klares Bekenntnis, mittels Studienplatzfinanzierung und definierten Kapazitäten für mehr Kostentransparenz an den Unis zu sorgen.

Die Ministerin ging auch auf die Finanzierung der Universitäten ein:
"Klar ist, die Unis brauchen mehr Geld. Neben der öffentlichen Hand und Drittmitteln werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass Studienbeiträge wieder eingeführt werden." Dazu hat die Ministerin vergangene Woche als Angebot an die konstruktiven Kräfte der SPÖ ein Drei Säulen Modell vorgelegt, das neben Studienbeiträgen den Ausbau der Studienförderung sowie zinsbegünstigte Darlehen vorsieht.

2011 werde es um konkrete Schritte im Schulbereich gehen, so Beatrix Karl weiter. Die ÖVP hat Anfang des Jahres ihr Bildungskonzept vorgelegt: Bei zentralen Punkten - Ausbau der Neuen Mittelschule, Mittlere Reife, Bildungsempfehlung und Bildungsvereinbarung - konnte sich die Ministerin bereits mit Ministerin Schmied einigen. "Zentral sind Leistungsdifferenzierung, Sprachförderung und Durchlässigkeit", bekräftigte Karl. "Die Neue Mittelschule soll schrittweise ausgebaut werden bei gleichzeitigem Erhalt des Gymnasiums", unterstrich Karl.

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