"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Taten statt Schlagworte"

Die Regierung muss bei der Lehrer-Ausbildung den Widerständlern trotzen.

Wien (OTS) - Gesamtschule und Studiengebühren: Diese Begriffe bestimmen die bildungspolitische Diskussion. Zum Leidwesen der Betroffenen, denn: Der Schlagworte sind genug gewechselt. Das Publikum will Taten sehen. Es sieht sie nicht, weil in den Koalitionsparteien nach wie vor Ideologie statt Vernunft regiert. Umso löblicher ist, dass sich die Bildungsministerinnen darauf verständigt haben, die Lehrerausbildung der Zeit anzupassen: Einmal Volksschullehrer, immer Volksschullehrer - das soll nicht länger gelten. Schluss soll mit der Zwei-Klassen-Gesellschaft sein - indem AHS-Unterstufen- und Hauptschullehrer gemeinsam geschult werden. Und:
Aufnahmeverfahren soll es geben - um zu erkennen, wer für diesen schwierigen Job taugt. Was sagen die Standesvertreter zu dieser guten Tat? Sie keppeln: Nicht besser, ja schlechter werde alles. Schmied und Karl sollten sich von den Besitzstandswahrern nicht beirren lassen. Sie haben Sozialpartner und Eltern auf ihrer Seite. Und wohl auch jene, die künftig Lehrer werden wollen, um das zu tun, worauf es in diesem Beruf ankommt: Stärken und Schwächen der Kinder erkennen, sie fordern und fördern - unbehelligt von Kollegen, die nicht die Interessen der Schüler, sondern ihre eigenen im Auge haben.

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