"Treffpunkt Medizin" am 4. Februar auf TW1

Die TW1 Medizinsendung beleuchtet die Wichtigkeit der Forschung im Bereich der Kinderkrebshilfe und hat u.a. kleine Patienten im St. Anna Kinderspital in ihrem Alltag begleitet.

Wien (OTS) - "Ich habe gleich gemerkt, dass etwas nicht stimmt", schildert der 7-jährige Tobias seine Schicksalsstunden, als er gemeinsam mit seiner Familie vor drei Jahren erfahren hat, dass er an Leukämie leidet: "Man hat mich zur Untersuchung ins St. Anna Kinderspital geschickt und ich musste gleich dableiben." Tobias gilt mittlerweile als geheilt. Noch vor 40 Jahren wären seine Heilungschancen bei unter 20 Prozent gelegen. Nach heutigem Stand der Medizin können in Europa drei von vier Kindern geheilt werden. Ohne gezielte Forschung wären derartige Erfolge allerdings unmöglich.

Jährlich erkranken rund 250 Kinder in Österreich an Krebs. Der Großteil davon an Blutkrebs, Hirntumoren oder Lymphknotenkrebs. Ein wesentlicher Faktor dabei ist - Kinder sind keine Erwachsene. Einerseits erfolgt das Wachstum von "entarteten" Zellen bei Kindern besonders rasch, andererseits gibt es keine eigens für Kinder entwickelten Medikamente. Was bedeutet, dass Medikamente zum Einsatz kommen, die eigentlich für Kinder nicht zugelassen sind. Für Forscher und Mediziner ein ständiger Spannungsbereich.

Im Zuge der Präsentation des Forschungsprojektes "Forschen heilt Krebs" wird diese Problematik auch von Univ. Doz. Dr. Ruth Ladenstein beleuchtet. Diesbezüglich zu Wort kommt in der TW1 Medizinsendung auch Univ. Doz. Michael Dworzak: "Ohne die ärztliche Eigeninitiative, das Risiko zu tragen und sozusagen am Rande der Legalität zu arbeiten, wären die Erfolge der letzten Jahrzehnte nicht möglich gewesen."

Für eigens entwickelte Kinderkrebsmedikamente sind allerdings weder von Pharmaindustrie noch öffentlicher Hand ausreichend finanzielle Mittel zu gewinnen. Private Spender sind deshalb von größter Bedeutung, "um diesen Erfolgsweg nicht verlassen zu müssen", betont die Leiterin des Spendenbüros Mag. Andrea Prantl.

Die TW1 Medizinsendung stellt aber nicht nur die Forschungskomponente in den Vordergrund, sondern beleuchtet auch die elementarste Seite der Behandlung - die zutiefst menschliche Komponente. "Treffpunkt Medizin" hat kleine Patienten und ihre Familien im St. Anna Kinderspital in ihrem Alltag begleitet und die seelische Betreuung durch Psychologen, das Pflegepersonal und allen voran durch die Eltern, in den Fokus genommen.

Die St. Anna Kinderkrebsforschung
Das St. Anna Kinderspital in Wien genießt mit seiner Kinderkrebsforschung, die vor 20 Jahren von Prof. Helmut Gadner ins Leben gerufen wurde, weltweite Anerkennung. "Ich habe gelernt, dass es nur durch Einblicke in die Biologie gelingen kann, Kinder zu retten", erklärt Gadner in der Sendung. Dieser Grundsatz und die enge Zusammenarbeit mit dem klinisch tätigen Personal haben sich in den letzten 20 Jahren mehr als bewährt. Derzeit arbeiten rund 70 Forscher des St. Anna Kinderkrebsforschungsinstitutes Tür an Tür mit Ärzten und Pflegepersonal der Klinik - unter der Leitung von Priv. Doz. Dr. Georg Mann - zusammen.

"Treffpunkt Medizin"
Mit Reportagen vor Ort - aus Arztpraxen, Kliniken, Reha-Zentren, Forschungslaboratorien sowie Ärzte-Kongressen mit internationaler Bedeutung für die Fachwelt - bietet TW1 mit seiner Medizinsendung die Möglichkeit, sich über ein breites Spektrum diverser medizinischer Themen zu informieren. International anerkannte Experten aus Medizin und Forschung machen den Zusehern komplexe medizinische Zusammenhänge begreifbar und vermitteln im Sinne einer Patientenaufklärung.

Sendezeiten:
Erstausstrahlung: Fr, 4.2.2011 um 19:15-19:45 Uhr
Weitere Ausstrahlungen: Sa, 5.2.2011 um 04:30-05:00 Uhr und 05:30-06:00, So, 6.2.2011 um 18:00-18:30 Uhr und 23:30-00:00 Uhr, Mo, 7.2.2011 um 16:05-16:35 Uhr, Di, 8.2.2011 um 13:05-13:35 Uhr und Mi, 9.2.2011 um 10:05-10:35 Uhr

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ORF/TW1
Mag. Birgit Reiter
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