Wehrpflicht - Darabos: Freiwilligenheer ist bestes Modell für die Sicherheit Österreichs

"Bereits jetzt mehr freiwillige Meldungen als für Freiwilligenheer nötig" - Generalstab vertieft Ausarbeitung des Modells

Wien (OTS/SK) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat am Mittwoch seine Präferenz für ein Freiwilligenheer und ein Ende der allgemeinen Wehrpflicht bekräftigt. "Ich bin davon überzeugt, dass das Modell Freiwilligenheer das beste für die Sicherheit Österreichs ist", so Darabos bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem interimistischen Generalstabschef Othmar Commenda. Den einberufenen Nationalen Sicherheitsrat, den Landesverteidigungsausschuss sowie die Nationalratssondersitzung am Freitag will Darabos nutzen, um für das Modell Freiwilligenheer zu werben. ****

Commenda bezeichnete die sieben vom Generalstab erstellten Wehrsystem-Modelle als "seriös und in sich plausibel." An der Notwendigkeit einer Reform bestehe auch innerhalb des Österreichischen Bundesheeres kein Zweifel. Die vertiefte Ausarbeitung des Freiwilligen-Modells diene dazu, "den politischen Verantwortungsträgern valides, haltbares Material für eine Entscheidung zu liefern", so Commenda.

Ein Freiwilligenheer werde den geänderten sicherheitspolitischen Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht, betonte der Verteidigungsminister. "Mit einem Freiwilligenheer ist es möglich, alle sich stellenden Aufgaben zu bewältigen - bei gleichen Kosten, aber ohne Zwang", so Darabos. Generalstabschef Commenda wurde von Darabos nun mit der vertieften Ausarbeitung des Modells Freiwilligenheer beauftragt, um einen etwaigen Umstieg möglich zu machen. "Es geht darum, vorbereitet zu sein und den Weg für eine mögliche Transformation zu ebnen", so Darabos.

Die Rekrutierung für ein zukünftiges Freiwilligenheer hält Darabos für möglich. Im vergangenen Jahr habe es rund 3.500 freiwillige Meldungen für den Ausbildungsdienst gegeben. Ein Freiwilligenheer brauche jährlich rund 2.000 Meldungen um den Bedarf für die Profi-Miliz, die Zeitsoldaten und die Berufssoldaten abzudecken. "Wir brauchen also weniger Freiwillige, als wir bereits jetzt haben - und das ohne Anreize", so Darabos.

Milizsoldaten sollen künftig eine jährliche Prämie von 5.000 Euro erhalten. Zeitsoldaten werden 7.200 Euro für die Bereitschaft zur Teilnahme an Auslandseinsätzen erhalten. (Schluss) sa/mo

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