Neues Volksblatt "Friede?" (von Michael KALTENBERGER)

Ausgabe vom 2. Februar 2011

Linz (OTS) - Die Parteichefs von ÖVP und SPÖ haben in Sachen Bundesheer das Kriegsbeil begraben; hoffentlich tiefer als die letzten Male! Denn nach früheren koalitionären Friedensschlüssen waren die Kriegsbeile jedes Mal recht schnell wieder ausgegraben. Dass es die SPÖ wirklich ernst meint mit der gemeinsamen Suche nach der besten Lösung für das Bundesheer muss nach der Wortmeldung des Verteidigungsministers ohnehin bezweifelt werden. Darabos meinte sinngemäß, man könne über alles reden, auch freundlich, wenn es sein muss, aber herauskommen müsse das, was er sich vorgenommen hat.
Es schaut so aus, als hätte sich Darabos nach der österreichweiten Kritik, auch aus den eigenen Reihen, an seinem unkoordinierten und für die Sicherheit Österreichs gefährlichen Reformabenteuer auf einem Justamentstandpunkt einbetoniert, was ihn Kritik-resistent und unempfänglich für andere, auch bessere, Vorschläge macht. Was die Frage aufwirft, ob es überhaupt einen Sinn hat, mit diesem Verteidigungsminister über eine Reform des Bundesheeres zu reden. Und die Frage, wie nach der Abschaffung der Wehrpflicht die Zivildiener ersetzt werden sollen, meidet die SPÖ überhaupt wie der Teufel das Weihwasser. Nennt ihr das Verantwortung, Genossen?

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