Fürntrath-Moretti: Nicht Quoten schaffen, sondern Kompetenzen stärken!

Wirtschaftskammer tritt für zielgerichtete Frauenförderung ein, um den Weg in Führungspositionen zu ebnen - Rahmenbedingungen für Frauen verbessern

Wien (OTS/PWK066 ) - "Was die Situation von Frauen in Führungspositionen anbelangt, darf nicht als einzige Antwort die Quotenkeule geschwungen werden. Nicht Quoten schaffen sondern Kompetenzen stärken, muss das Motto sein", betonte Adelheid Fürntrath-Moretti, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, in Reaktion auf die Ambitionen von BM Heinisch Hosek, eine Frauenquote in den Aufsichtsräten festzulegen.

"Es ist wünschenswert, mehr Frauen in Aufsichtsratspositionen zu bekommen", so Fürntrath-Moretti. Unternehmen sollen jedoch frei entscheiden können, wen sie einstellen und zwar nach der Qualifikation und nicht nach dem Geschlecht. Deshalb sei die Gesetzeskeule keine Lösung. Wichtig sei, die Aufstiegschancen der Frauen in den Unternehmen zu verbessern. Denn nur wenn es gelinge, Frauen zielgerichtet von ihrem Einstieg ins Berufsleben zu fördern und sie auf ihrem Weg nach oben zu begleiten, schaffe man einen nachhaltigen Paradigmenwechsel.

Um Frauen den Weg in den Aufsichtsrat zu erleichtern, hat Frau in der Wirtschaft gemeinsam mit dem BMWFJ und der IV das Programm "Zukunft-Frauen" ins Leben gerufen. Das Vermitteln von Know-how für künftige Aufsichtsrätinnen und eine Datenbank mit Kandidatinnen sorgen dafür, dass weibliches Wirtschafts-Know-how für die wichtigen Aufsichtsmandate gesichert ist. "Wichtig ist, den Frauen durch solche Initiativen den Rücken zu stärken und ihr Selbstvertrauen zu wecken", so Fürntrath-Moretti.

Ebenso sei eine Verbesserung der Rahmenbedingungen das Gebot der Stunde: "Dass die Betreuungspflichten für heimische Frauen nach wie vor einen wesentlichen Hemmschuh in Hinblick auf ihre Berufstätigkeit darstellen, ist ein Fakt", so Fürntrath-Moretti. Während noch nie so viele österreichische Frauen berufstätig und noch nie zuvor so viele Unternehmerinnen am Markt tätig waren, bleiben die Betreuungspflichten (Kinderbetreuung oder die Pflege Angehöriger) an Frauen hängen. Deshalb fordert die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft eine "rasche und deutliche Forcierung" des Ausbaus von Kinderbetreuungsplätzen. "Es ist besser, nicht täglich über Quoten zu reden, sondern zu handeln und endlich Rahmenbedingungen umzusetzen. Denn das ist es, was die Frauen - nicht nur in den Führungsetagen in diesem Land - brauchen", so Fürntrath-Moretti. (AC)

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