Lichtenecker: Alarmierend - Österreich ist bei Innovationen nicht im europäischen Spitzenfeld

Grüne fordern Forschungsstrategie für Österreich

Wien (OTS) - "Die neuesten Zahlen des Innovation Union Scoreboard 2010 zeigen, dass Österreich gar nicht so gut dasteht, wie von Bundeskanzler Faymann wiederholt behauptet", erklärt Ruperta Lichtenecker, Wirtschafts- und Forschungssprecherin der Grünen und Vorsitzende des Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie im Parlament. "Die neueste Faktenlage bei der Ermittlung des Innovationsindex zeigt, dass Österreich im Bezug auf die Innovationskraft erst am 7. Platz liegt", kritisiert Lichtenecker und warnt: "Mit der Absenkung der Forschungsausgaben bis 2014 von 5,9 Prozent auf 5,7 Prozent des Gesamtbudgets gefährdet die Regierung die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft und damit auch Arbeitsplätze in Österreich".
"Gerade die unterdurchschnittliche Performance bei Innovationen in Klein- und Mittelbetrieben ist alarmierend. Neben den bestehenden Instrumenten müssen endlich weitere verstärkende Maßnahmen zum Forschungstransfer und zur Hebung der Innovationskraft in den Unternehmen gesetzt werden", so Lichtenecker.
Die Wirtschafts- und Forschungssprecherin der Grünen fordert eine schlüssige, moderne Forschungsstrategie für Österreich, um damit auch den Weg zur Spitze in der europäischen Innovationslandschaft zu sichern. Österreich ist noch immer in der zweiten Gruppe der "Innovation Follower" und hat den Anschluss an die Spitzengruppe der "Innovation Leader" - wie Schweden, Dänemark, Finnland und Deutschland - nicht geschafft. Im Länderreport für Österreich werden auch u.a. die relative Schwäche beim Forschungsoutput und die starke Verminderung beim verfügbaren Risikokapital angeführt. Weit unter dem EU-Durchschnitt liegt in Österreich auch der Anteil der Personen zwischen 30 und 34 Jahren mit abgeschlossener tertiärer Ausbildung.

"Österreich wird - wenn es nicht zu einem Umdenken in der Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik kommt- daher auch in Zukunft nicht zu den Ländern mit der besten Bildung zählen, wie Bundeskanzler Faymann beim Neujahrsempfang noch prognostiziert hat", so Lichtenecker. Auch der Verweis des Bundeskanzler auf die gute Ausgangslage Österreichs im europäischen Vergleich im Rahmen der Budgetdebatte hält den Fakten nicht Stand: "Faymanns Prognose, auch in Zukunft werde man zur europäischen Spitze zählen, weil wir 'offensiv in Bildung, Forschung und Entwicklung investieren', stimmt einfach nicht", schließt Lichtenecker.

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