GPA-djp/vida: Nein zu Lohndumping durch die öffentliche Hand im Sozialbereich

Land Salzburg muss für Leistungen, die es beauftragt, auch Mittel bereitstellen

Wien (OTS/GPA-djp/vida) - "Die Herausforderung eines nachhaltigen Pflege- und Betreuungsangebotes eignet sich nicht für polemisches Schwarzer-Peter-Spielen", kommentiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian, aktuelle Berichte, wonach das Land Salzburg nicht dazu bereit ist, die im BAGS-Kollektivvertrag vereinbarte Lohn- und Gehaltserhöhung abzugelten.

Die Argumentation, man könne sich nicht an Kollektivverträge halten, die man nicht mitverhandelt habe, sei nicht nachvollziehbar: "Das Land und die Gemeinden kaufen eine Dienstleistung, deren Kosten aufgrund der Anforderungen steigen. Würden sie die Betreuung und Pflege eigenständig leisten und finanzieren müssen, käme das bei weitem teurer." Die guten Leistungen der BAGS-Beschäftigten nicht nach dem Kollektivvertrag zu honorieren, wie das die Salzburger Landesregierung offensichtlich vorhabe, sei nichts anderes als ein Versuch des Lohndumpings", meint auch der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Willibald Steinkellner.

"Die Länder können und müssen sehr wohl einen Beitrag leisten, damit wir nicht mit offenen Augen auf einen Pflege- und Betreuungsnotstand zurasen", fordert Katzian einmal mehr eine Zweckbindung der zusätzlichen Mittel aus dem Finanzausgleich. Er erwarte sich konstruktivere Lösungsbeiträge aller Betroffenen, um endlich ein nachhaltiges Finanzierungsmodell ausarbeiten zu können, erinnert Katzian auch an die gemeinsame GPA-djp/vida-Forderung nach einer Sozialmilliarde und der Schaffung eines Pflegefonds. Kritik äußert der stellvertetende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner auch an der Haltung des Gemeindebundes, dessen Präsident Helmut Mödlhammer in einem Beitrag in den "Salzburger Nachrichten" Zustimmung zum Vorhaben des Landes äußerte.

Gute Arbeit erfordert gute Arbeitsbedingungen

"Die Beschäftigten in der mobilen Pflege und Betreuung leisten eine für die Gesellschaft wichtige und zudem sehr belastende Arbeit. Diese Leistung gehört fair abgegolten. Auch für das im Kollektivvertrag enthaltene Recht auf Supervision muss es ausreichend finanzielle Mittel geben. Gute Arbeit erfordert gute Arbeitsbedingungen", stellt der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner klar.

"Das Thema Pflege und Betreuung betrifft alle, es ist also hoch an der Zeit, dass sich alle an einen Tisch setzen und ein Finanzierungsmodell erarbeiten, das nachhaltig und fit für die Zukunft ist - das brauchen wir nicht nur für die Sicherstellung der Betreuung und Pflege, sondern vor allem auch für die Beschäftigten, die mit ihrem Engagement unter immer schwierigeren Bedingungen großartige Arbeit leisten!", so Katzian abschließend.

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