Schatz: KV-Verhandlungen bei FriseurInnen absoluter Bauchfleck

Grüne: Mindestlohn von 1.145,- Euro brutto ist ungeheuerliche Zumutung

Wien (OTS) - "Ich bin zutiefst bestürzt über das KV-Verhandlungsergebnis bei den FriseurInnen. Mit einer Lohnsteigerung von 2% steigt das Mindesteinkommen von FriseurInnen von derzeit 1.122,50 Euro gerade einmal auf 1.145,- Euro brutto im Monat. Bei den HelferInnen, die bisher 1.000,- Euro bekamen, werden es künftig 1.020,- Euro brutto sein. Das ist eine ungeheuerliche Zumutung und meilenweit von den versprochenen 1.300,- Euro entfernt! Es ist mir absolut unverständlich, wie die Gewerkschaft sich damit zufrieden geben kann und das nach nur einer Verhandlungsrunde. Mit diesem Abschluss hat die Gewerkschaft einen absoluten Bauchfleck hingelegt!", kritisiert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.

"Dieses Ergebnis bestätigt ganz klar, dass Mindestlohnpolitik bei den Sozialpartnern nicht mehr gut aufgehoben ist. Österreich braucht ein Mindestlohngesetz, um jedem Menschen der Vollzeit beschäftigt ist, ein Einkommen über der Armutsgefährdungsschwelle zu garantieren. Wenn sich die SPÖ und auch die Gewerkschaften noch länger gegen diesen Schritt wehren, verlieren sie ja absolut jede sozialpolitische Glaubwürdigkeit. Diese Sturheit geht voll auf Kosten der betroffenen ArbeitnehmerInnen. Sozialpartnernostalgie ist hier unangebracht, es braucht neue, engagierte Wege in der Mindestlohnpolitik. Das Herumdümpeln in dieser Frage ist unerträglich" so Schatz.

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