Commenda - Wehrpflicht: Modell-Berechnungen seriös und haltbar

"Etablierung eines Freiwilligenheeres unter bestimmten Rahmenbedingungen möglich"

Wien (OTS/BMLVS) - Der derzeit mit der Wahrnehmung der Aufgaben
des Generalstabschefs betraute Generalleutnant Othmar Commenda hält zur aktuellen Debatte um die Reform des Österreichischen Bundesheeres fest: "Die Modelle im Endbericht des Generalstabs sind seriös und plausibel berechnet. Basis dafür sind die im Bericht angeführten Feststellungen. Andere Darstellungen sind nicht nachvollziehbar." Das von Bundesminister Darabos präferierte Wehrsystem-Modell sei kompatibel mit den von den Regierungsparteien außer Streit gestellten Eckpunkten einer neuen Sicherheitsstrategie, so Commenda.

"Die Modell-Berechnungen sind natürlich keine abgeschlossene Planungsbearbeitung. Das war auch nicht der Auftrag. Sie dienen als Orientierung für die militärische und politische Führung und sie zeigen auf, dass eine Etablierung eines Freiwilligenheeres unter Einhaltung entsprechender Rahmenbedingungen machbar ist", sagt General Commenda. Es sei auch normal, dass die Ressortführung Modellannahmen wie zum Beispiel beim Prämiensystem ändern könne. "Unsere Experten sind absolute Profis. Sie berechnen anhand der vorgegeben Modell-Annahmen gründlich, gewissenhaft und seriös", sagt der General.

Zeitplan der Modell-Berechnungen

Verteidigungsminister Norbert Darabos erteilte dem Generalstab im Herbst 2010 den Auftrag, Modelle als Alternative zum bestehenden Wehrsystem zu erarbeiten. Am 15. Dezember fand eine internationale Enquete zu den Erfahrungen anderer Länder statt (200 Teilnehmer). Alle Parlamentsparteien, relevante Ministerien, wehrpolitische Verbände (z.B. Milizverband) sowie Sozialpartner wurden eingebunden. Militärs quer durch alle Kommanden nahmen teil. Am 22.12.2010 legte der Generalstab einen Zwischenbericht vor. Es erging der Auftrag an den Generalstab zur Überarbeitung aller Modelle auf Basis von umsetzbaren Modell-Annahmen (z.B. Prämiensystem). Am 14.1.2011 legte der Generalstab den Endbericht vor. Die Leistungsfähigkeit des Modells 3 wird darin im Schulnotensystem mit 1,5 bewertet, das bestehende System mit 2,1.

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