Brauner zu Arbeitsmarkt: Kampf gegen Krisenfolgen geht weiter

2011 ca. 66,4 Millionen für Förderung der Wiener ArbeitnehmerInnen - Deutlich mehr Menschen drängen auf den Wiener Arbeitsmarkt

Wien (OTS) - "Die Krise ist am Wiener Arbeitsmarkt noch deutlich spürbar. Die Jänner-Arbeitsmarkt-Daten belegen einmal mehr, dass der Kampf gegen die Folgen der Krise weitergehen muss. Wir haben rasch reagiert und insbesondere die Unterstützung für Frauen ausgebaut. Mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds waff haben wir als einziges Bundesland eine eigenständige Struktur, um die Menschen bestmöglich zu unterstützen. Unsere Devise lautet: Ausbildung, Weiterbildung, Dazulernen. Wien macht es möglich und bietet 2011 über 36.000 Menschen eine Chance, um sich weiterzuqualifizieren", so Vizebürgermeisterin Wirtschafsstadträtin Renate Brauner. Im Jänner ist die Arbeitslosigkeit in Wien um 5,7 Prozent angestiegen, gleichzeitig sind die Schulungsmaßnahmen mit minus 19,3 Prozent zurückgegangen. "Gerade weil der Wiener Standort von Dienstleistungsunternehmen geprägt ist, sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise später aufgetreten und sind damit auch länger zu spüren", analysiert Brauner. Generell habe sich Wien in der Krise trotzdem gut gehalten. "Während die Arbeitslosigkeit in Wien seit Beginn der Krise 2008 um 11,6 Prozent gewachsen ist, betrug die Steigerung in Gesamtösterreich 18,2 Prozent. Wien hat alles getan, um die Beschäftigung möglichst hoch zu halten", unterstreicht Brauner.

250.000 PendlerInnen finden in Wien Arbeit

"Das Arbeitskräftepotenzial wächst in Wien stetig an. Viele Frauen und junge Menschen strömen auf den Arbeitsmarkt. Gerade Frauen mit Kindern finden in Wien für ihre Berufstätigkeit günstige Rahmenbedingungen vor. So können in Wien mehr Frauen als in den anderen Bundsländern beschäftigt sein und damit ein eigenständiges existenzsicherndes Einkommen beziehen", so Brauner. "Die Arbeitsmarktdaten machen einmal mehr deutlich: Die Bundeshauptstadt ist der dynamischste Arbeitsmarkt in ganz Österreich. 250.000 PendlerInnen aus den umliegenden Bundesländern finden hier Arbeit -auch mit Gehältern, wie sie in den Herkunftsgemeinden zumeist nicht geboten werden. Und die Zahl der Beschäftigten wächst: Zuletzt gab es im Dezember 2010 mit 780.606 Beschäftigten einen absoluten Monatshöchststand", so Brauner weiter.

Die Wiener Ausbildungsgarantie wirkt

Mit Hilfe der Wiener Ausbildungsgarantie ist es gemeinsam mit dem AMS gelungen mitten in einer folgenschweren Finanz- und Wirtschaftskrise die Zahl der lehrstellensuchenden Jugendlichen massiv zu senken. "Wir haben heuer im Jänner um 16,2 Prozent weniger Jugendliche auf Lehrstellensuche als im Vergleichsmonat vor der Krise 2008. Das ist uns Dank den umfangreichen Mitteleinsatz von rund 90 Millionen Euro gemeinsam mit dem AMS gelungen. Hier macht sich jeder eingesetzte Euro doppelt bezahlt", stellt Brauner klar.

Erst kürzlich sind die neuen BOCO-Kurse (Berufsorientierungs- und Coachingkurse) mit 600 weiteren Plätzen in den Überbetrieblichen Lehrwerkstätten gestartet. Sie bieten Orientierung und bereiten die Jugendlichen auf die Lehrausbildung vor. Bereits 20 Prozent der jungen TeilnehmerInnen wechselt anschließend direkt auf eine betriebliche Lehrstelle, der Großteil beginnt eine Ausbildung in den Lehrwerkstätten. Insgesamt können heuer 4.500 Jugendliche ihre Ausbildung in einer Überbetrieblichen Lehrwerkstätte beginnen. Die Wiener Ausbildungsgarantie stellt sicher, dass jedem Jugendlichen eine Lehrausbildung oder eine sonstige Qualifizierung ermöglich wird bzw. weitere spezielle Unterstützung beim Berufseinstieg in Anspruch nehmen kann.

Beratung und Qualifikation für 36.000 WienerInnen

Ein Kernelement der Wiener Arbeitsmarktpolitik sind die Unterstützungsangebote des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff). Insgesamt werden heuer durch den waff 66,7 Mio. Euro für arbeitsmarktpolitische Aktivitäten eingesetzt, 8,4 Mio. Euro davon sind Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF). Mehr als 36.000 WienerInnen können so beim beruflichen Fortkommen durch Information, Beratung und Förderung unterstützt werden. Die Mittel für die Frauen und WiedereinsteigerInnenprogramme wurden wegen der stetig steigenden Nachfrage neuerlich aufgestockt. Insgesamt stehen dafür acht Mio. Euro zur Verfügung, das sind um 1,4 Mio. mehr als Vorjahr" beschreibt Brauner die Schwerpunkte des waff für 2011.

Für den Erfolg der Wiener Arbeitsmarktpolitik ist besonders die Kooperation mit dem AMS entscheidend und von besonderer Bedeutung. "Die Angebote des waff und die Leistungen des AMS greifen ineinander und ergänzen sich optimal", so Brauner abschließend.

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Mag. Wolfgang Hassler
Mediensprecher Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
Tel.: +43(0)1/4000-81845
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