Aubauer: Jetzt "Senior-Pools" beim AMS einrichten!

Arbeitslosigkeit Älterer entgegen positivem Trend leider weiter gestiegen!

Wien (OTS) - "Möglichst viele Menschen sollten bis zur Erreichung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters arbeiten. Könnte man das faktische Antrittsalter um nur ein Jahr steigern, würde dies eine Milliarde einsparen. So weit sind sich alle Verantwortlichen einig. Bloß: Wie soll das gehen, wenn die Arbeitsplätze fehlen? Im Vorjahr erfolgte schon ein Drittel der vorzeitigen Pensionsantritte aus der Arbeitslosigkeit und nun ist die Arbeitslosigkeit Älterer entgegen dem allgemeinen positiven Trend noch einmal gestiegen! Wir brauchen daher unter anderem "Senior-Pools" beim AMS, um diesem Trend entgegen zu steuern", erklärt Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat angesichts der heute veröffentlichten Arbeitslosenzahlen.

"Neue Rolle" für Menschen im fortgeschrittenen Erwerbsalter

"Wie funktionieren nun diese "Senior-Pools"? Sobald eine Person -welchen Alters auch immer - erkennt, dass sie ihren Beruf nicht bis zum gesetzlichen Pensionsantrittsalter wird ausüben können, so hilft das AMS bei der Suche nach einer "Neuen Rolle" im fortgeschrittenen Erwerbsalter. Zuerst wird nach einer neuen Aufgabe gesucht (Systematische Analyse von Stärken, Schwächen, Fähigkeiten, Interessen). Aufgrund der Ergebnisse wird danach eine Beschäftigung passend zum neuen Berufsbild gesucht. Gemeinsam mit dem künftigen Arbeitgeber wird erst danach die Umschulung organisiert - punktgenau passend für die neue Aufgabe", beschreibt Aubauer den konkreten Vorschlag, der einem erfolgreichen schwedischen Beispiel folgt.

"Nationalen Aktionsplan für Senioren-Arbeitskräfte" umsetzen

Aubauer hatte dazu auch den "Nationalen Aktionsplan für Senioren-Arbeitskräfte" vorgestellt, dessen möglichst umgehende Umsetzung sie einfordert:

"Eine Maßnahme alleine wird die Situation der älteren Arbeitnehmer nicht verbessern können. Wir brauchen ein ganzes Bündel an Neuregelungen: Ein starkes Belohnungsmodell für Arbeiten nach dem gesetzlichen Antrittsalter, "Senior-Pools" nicht nur beim AMS sondern auch für Beamte, Verhinderung von Zwangspensionierungen, rascheres (vorerst freiwilliges) Anheben der Frauenpensionsalter, Investition in alternsgerechte Arbeitsplätze und entsprechende Weiterbildungsprogramme, sowie eine Image-Kampagne für die Arbeit selbst - denn die Tage des "Arbeitsleids" sind gezählt", beschreibt Aubauer abschließend die erforderlichen weiteren Schritte.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82, skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

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